Was ist eigentlich mein Traumberuf?

Oft denken wir beim Thema Traumberuf sofort an Rockstars, Models und ähnlich schillernde Tätigkeiten, weil wir solche Berufe in den Medien präsentiert bekommen. Manche Menschen, besonders junge, entwickeln dann unrealistische Vorstellungen bezüglich der eigenen Berufswahl. Doch was ist für den Einzelnen wirklich der Traumberuf, der ihn zufrieden macht?

Meiner Überzeugung nach aber ist ein Traumberuf der Beruf, der am besten zu mir passt. Nicht der Job, den andere Menschen, die ich vielleicht bewundere, ausüben. .

Diese Definition macht es dann auch viel leichter an einen Traumberuf zu gelangen 😉
Ich habe für Sie drei Fragen entwickelt, mit denen Sie Ihren Traumberuf herausfinden können:

  • Was mache ich gern?
  • Was kann ich viele Jahre lang machen?
  • Worin möchte ich Experte werden?


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, beantworten Sie die Fragen in einer stillen Minute und schreiben Sie Ihre Antwort auf. Wenn Sie Ihren Traumjob herausfinden, trägt das erheblich zu Ihrem Wohlbefinden bei, Sie fühlen sich sozusagen am richtigen Platz. Und vielleicht stimmen Sie dann William Barclay zu, der einmal sagte:

„Es gibt zwei großartige Tage im Leben eines Menschen: Den Tag, an dem wir geboren wurden, und den Tag, an dem wir entdecken, wofür.“

Welche Fehler sind bei der Jobsuche häufig?

Menschen auf Jobsuche schöpfen oft nicht das ganze Potential des Arbeitsmarktes aus. Häufige Fehler, die Sie vermeiden können, sind:


1. Am falschen Ort suchen

Es gibt ca. 2.264 deutsche Jobbörsen im Internet, aber in welcher sollten Sie für Ihre
Branche suchen? Es ist nicht nur so, dass der Stellenmarkt verdeckt ist, oft sind auch
die effektivsten Suchmethoden einfach nicht bekannt. Dafür gibt es allerdings auch
nur wenig qualifizierte Schulungen. Viele kennen die wichtigsten Stellenmärkte nicht oder wissen nicht, dass es in ihrer Branche zahlreiche Branchenbörsen gibt.
Manche suchen nur in Zeitungen, manche nur bei arbeitsagentur.de. Börsen von
hochwertigen Zeitarbeitsfirmen werden oft links liegengelassen, die wenigsten tragen
ihr eigenes Profil in die wichtigsten Internetportale ein. Manchmal werden
Personalvermittler prinzipiell nicht kontaktiert oder die Jobsucher tragen sich in eine
große Jobbörse anonym ein, so dass der Arbeitgeber nur unter größten
Schwierigkeiten Kontakt aufnehmen kann.

2. Nur große Firmen kontaktieren

Stahl- und Elektroindustrie, Automobilhersteller, Energieversorger, Chemieunternehmen und die
sonstigen „üblichen Verdächtigen“: Berufsorientierer kontaktieren oft nur bekannte,
international tätige Firmen. Durch ihren Bekanntheitsgrad bekommen aber gerade
diese Firmen unzählige Bewerbungen und stellen nur einen kleinen Teil der Bewerber
und Bewerberinnen ein. Dies sind in der Regel aus Firmensicht absolut passende,
100% fitte und erstklassig ausgebildete Menschen. Absolventen mit Noten unterhalb
von „sehr gut“ werden meist als ungeeignet angesehen. Bewerber mit Zeiten der
Arbeitslosigkeit, nicht stromlinienförmigen Lebensläufen, nicht ganz aktuellen EDV-Kenntnissen
oder irgendwelchen Einschränkungen haben meist keine Chance. Dabei
sind 6 von 10 Beschäftigten in KMU, also kleineren und mittleren Unternehmen, tätig.
Viele Bewerber blenden aber diese kleineren und mittleren Unternehmen bei der
Jobsuche aus bzw. haben keine Strategie, die Anschriften von Unternehmen
dieser Gruppe systematisch zu erfassen und den Personalbedarf zu ermitteln.

3. Falsche Einschätzung der aktuellen Arbeitsmarktsituation

Viele Jobsucher orientieren sich an den Verhältnissen früherer Jahre,
interessanterweise vor allem an den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts:
Feste Jobs in großen Konzernen, natürlich unbefristet, einer eigenen Kantine, betriebseigenen Kurheimen, Werksschutz etc..
Wenn ich jedoch auf den Kalender meines Computers schaue, lese ich dort die
Jahreszahl 2010. Das sind also 40 Jahre Zeitunterschied. Seither haben sich
Wirtschaft und Gesellschaft fundamental verändert. Maueröffnung, Nutzung des
Internets und Globalisierung haben ungeheure Folgen für die Bedingungen des
persönlichen Arbeitsalltags. Viele deutsche Berufsorientierer blicken jedoch immer
noch auf die Verhältnisse vor Jahrzehnten und beziehen diese nicht mehr existente
Situation als Fakt in ihre realen Berufsentscheidungen mit ein. Wir orientieren uns bei
sonstigen Entscheidungen auch nicht am Szenario von gestern.

4. Wenn es mit der Festanstellung nicht klappt, wird oft nicht weiter gedacht

Manchmal funktioniert es mit der Festanstellung in der Region, in der Sie leben, nicht,
manchmal funktioniert es nicht in Ihrer Branche, manchmal nicht in Ihrer persönlichen
Situation (familiäre Verpflichtungen…).
Dann ist eine gut vorbereitete Selbständigkeit nicht nur die zweite Wahl, sondern
vielleicht die einzig sinnvolle Alternative. Sie bringen Ihre Fähigkeiten, Kenntnisse und
Ihre Motivation ein, werden langsam zum Experten in einer Sache und sind letztlich
nicht mehr von manchmal willkürlich erscheinenden Entscheidungen eines
Personalchefs abhängig.
Natürlich ist dies kein unbedingt einfacher Weg. Aber auch der
sozialversicherungspflichtige Job ist nicht immer einfach.

Arbeitslos bleiben – eine Alternative?

Wenn alles so schwierig ist, dann ist es vielleicht doch besser, arbeitslos zu bleiben – Oder?

Das kann ich aufgrund meiner Erfahrungen in der Schulung von mehreren tausend Menschen, die sich beruflich neu orientieren mussten, nun gar nicht empfehlen.
Folgende Gründe sprechen für die Aufnahme von Arbeit:

1. Langzeitarbeitslosigkeit raubt die Motivation und erzeugt nachgewiesen verschiedenste Krankheiten.
Schwedische Forscher haben herausgefunden, dass die Immunabwehr von Arbeitslosen bereits nach neun Monaten ohne Job deutlich schlechter arbeitet als bei Vergleichspersonen.
Außerdem entstehen durch Dauerarbeitslosigkeit vielfältige familiäre Probleme. Der Psychologe Michael Frese nennt Langzeitarbeitslosigkeit eines der für das Wohlbefinden schädlichsten Ereignisse, die unsere Gesellschaft bereithält. Darüber hinaus ist sie eine Falle: Wer Jahre arbeitslos war, kommt oft nur sehr schwer wieder aus der Arbeitslosigkeit heraus. Langfristige Arbeitslosigkeit ist also keine Lösung und meiner Ansicht nach mit der Würde des Menschen unvereinbar.

2. Arbeit hat trotz des Stresses, den sie manchmal verursacht, verschiedene Vorteile:
Sie gibt unserem Alltag eine zeitliche Struktur (Was macht man sonst den ganzen Tag?), sie verleiht dem Arbeitenden in den meisten Gesellschaften einen sozialen Wert und gibt die Möglichkeit, Leute kennen zu lernen und sich auszutauschen. Wir trainieren unsere Fähigkeiten während der Arbeit und bilden uns dadurch ständig beruflich weiter. Vielen Menschen verleiht geeignete berufliche Arbeit auch Sinn,
das hat wiederum positive gesundheitliche Folgen, wir können das entwickeln, was in uns steckt. Die meisten Menschen haben das Bedürfnis, etwas Sinnvolles oder Produktives zu tun. Je besser der Job zum eigenen Persönlichkeitsprofil passt, desto größer sind die Vorteile von Arbeit.

3. Selbst der Einstieg in irgendeinen Job (z. B. für Schulabgänger und Langzeitarbeitslose) kann ein echter Fortschritt und eine extreme Verbesserung der Lebensverhältnisse sein:
Es geht für Arbeitsuchende zuerst einmal darum, in die Berufswelt überhaupt einzusteigen bzw. wieder einzusteigen. Selbst Fachkräfte werden häufig schon nach 1 Jahr Arbeitslosigkeit von Firmenchefs oder Personalleitern nicht mehr akzeptiert und sind im Arbeitsmarkt kaum vermittelbar.
Und nach dem Einstieg? Dann folgt „training on the job“, also Lernen in der Berufspraxis und individuelle Weiterbildung. Das kann durch Lesen von Fach- und Strategiebüchern, über Internet-Angebote (Blogs und Podcasts) und über Seminare geschehen. Während der Berufspraxis und Weiterbildung entwickelt sich dann langsam eine langfristige persönliche Strategie.

Übrigens: Einen Coach oder Mentor sollten sich Menschen in einer  Orientierungsphase sowieso suchen.

Meine Tipps zum Weiterlesen:

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