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Mann mit Fernglas

Wie werden wir in der Zukunft arbeiten?

Die Arbeitswelt verändert sich. Wer wissen will, wie wir morgen arbeiten werden und wie man sich schon heute darauf vorbereiten kann, sollte das Buch „Job Future – Future Jobs“ von Lynda Gratton lesen.

In Kontakt mit vielen Experten überall auf der Welt hat sie die wesentlichen Veränderungsfaktoren erkundet und gleichzeitig dazu passend lösungsorientierte Job-Strategien erarbeitet. Das sind vor allem:

  1. Trainieren und üben, um sich in seiner Fachrichtung zum Meister/zur Meisterin zu entwickeln
  2. Mit mehreren zusammen in einem Dienstteam (Aufgebot) arbeiten
  3. Geeigneten Verbänden und Interessengruppen beitreten
  4. Zuhause sich ein bestätigendes/unterstützendes Umfeld aufbauen (Freundschaften, Lebensgemeinschaften)
  5. Lebenslang lernen und international denken

Diese Strategien werden sehr ausführlich erklärt, z. B. beschreibt die Autorin, wie man ein Dienstteam (Aufgebot) zusammenstellt und erklärt, wie ein unterstützendes Umfeld aussehen könnte, das die eigenen Wünsche für Kommunikation und Nähe berücksichtigt. Es geht der Autorin sichtlich nicht nur um Jobgestaltung, sondern immer auch um Lebensgestaltung.
Die Bereitschaft, sich durch ein umfangreiches Grundlagenbuch zu arbeiten, muss allerdings gegeben sein. Dafür wird der Leser mit frischen, zukunftsorientierten Erkenntnissen und praktischen Beispielen rund um den Globus belohnt.

Lynda Gratton
Job Future – Future Jobs
Wie wir von der neuen Arbeitswelt profitieren
368 Seiten
Preis: 24.90 € (D)
ISBN 978-3-446-43009-9

Megafon

Viele Lebensläufe müssen optimiert werden!

Meine Beobachtung: In meiner Arbeit in Arbeitsmarktprojekten müssen wir die Unterlagen von ca. 80% der Bewerber und Bewerberinnen optimieren. Besonders die Lebensläufe sind aus Personalersicht häufig nichtssagend, fehlerhaft und bringen die Qualitäten der Person nicht zum Ausdruck. Und das trotz vieler Bewerbungsseminare! Oft werden Unterlagen dann offensichtlich doch nicht versandfertig erstellt und bei jedem Teilnehmenden noch einmal überprüft!

Wie aber können wir die Unterlagen von Jobsuchenden optimieren, gerade wenn diese im Lebenslauf private Auszeiten, Zeiten der Arbeitslosigkeit, kurze Verweildauer in Betrieben etc. unterbringen müssen?

In diesem Zusammenhang möchte ich auf ein Buch der „Bewerbungspäpste“ Hesse/Schrader hinweisen:  „Training Lebenslauf “ (Link) ein Arbeitsprogramm mit CD-ROM, das Ihnen hilft, Ihre  Unterlagen zu verbessern und so die Chancen auf einen guten Job zu steigern. Es enthält eine Tabelle zu allen möglichen „Lücken“ im Lebenslauf und praxisgerechte Tipps zum Füllen der „Lücke“, den Hauptteil bilden viele Beispiele (schlechte Version/gute Version) von Lebensläufen aus verschiedensten Branchen.

Ganz wichtig finde ich den Beitrag auf Seite 18 /19 „Was Personalentscheider…vermuten“ – denn das ist, meiner Erfahrung nach, vielen Jobsuchenden überhaupt nicht klar.

Fazit: Ein praxisnahes und wichtiges Buch, das Betroffenen und Jobcoaches hilft, die  Unterlagen besser zu gestalten.

 

WEitere Blogartikel:

Schreiben Sie mal Ihr Jobprofil auf!

Kreative Ideen gefragt: Auch so kann man einen Job finden!

Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich sehe, dass Menschen außergewöhnliche Ideen entwickeln, und sich mit Nachdruck um einen Job bemühen. Die Australierin Kerry aus Berlin hatte so eine Idee:

Ihre Aufenthaltserlaubnis lief bald ab und sie brauchte dringend einen Job: Also ließ sie ein Plakat gestalten, mietete Plakatwände an zwei Berliner U-Bahnhöfen und fertigte ein Blog dazu an. Zwei Wochen hing das Plakat an zentraler Stelle – dafür investierte sie die letzten hundert Euro, die sie gespart hatte.
Nun ist Kerry in ganz Deutschland bekannt, unter anderem durch einen Artikel in der taz, einen Beitrag in DRadio Wissen, ein Video auf vimeo.com und natürlich durch den Beitrag in diesem Blog ;-).  Sie ist nun wesentlich bekannter, als sie durch Bewerbungen schreiben jemals geworden wäre und hat durch diese Aktion mittlerweile einen Job gefunden! Gerade wartet sie noch auf ihre Arbeitserlaubnis.

Was braucht man für so eine Aktion? Eine Portion Mut, Freunde, die einem helfen und den Willen, auf sich aufmerksam zu machen.