Rework: Gute Tipps für Existenzgründer und kleine Firmen!

 

Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, dass ich ausgewählte hilfreiche Bücher für Jobsuche, Berufsberatung und Existenzgründung im Blog rezensiere. Heute ist „Rework“ von Jason Fried und David Hansson an der Reihe.

Die beiden sind Gründer der Softwarefirma 37Signals und haben eine ganze Reihe von pfiffigen Tipps für Menschen, die gemerkt haben, dass der wirklich passende Job für sie ihre eigene kleine Firma ist.

Themen sind:

  • Klein anfangen! (Sie brauchen weniger als Sie denken)
  • Beginnen! (Starten Sie jetzt)
  • Es wird immer Unvorhergesehenes geben! (Planen heißt raten)
  • Nicht zu viel Geld von außen! (Fremdfinanzierung ist Plan Z)
  • Keine Sitzungen! (Meetings sind Gift)
  • Machen Sie Ihr Ding! (Wen kümmerts, was die anderen machen)
  • Dauerhaftigkeit zählt (Der Mythos vom Erfolg über Nacht)

Fried und Hansson beschreiben die Dinge humorvoll, frech und aus der Praxis heraus. Der Leser spürt auf jeder Seite die Unabhängigkeit der Autoren und die subversive Freude, alte (nicht funktionierende) Muster zu durchbrechen.

Ein Ausnahme-Buch für alle, die sich mit Existenzgründung beschäftigen oder die schon ein eigenes Unternehmen haben.

Fördermöglichkeiten nutzen!

Haben Sie wirklich schon alle Möglichkeiten der Förderung der Agentur für Arbeit/des Jobcenters genutzt?

Viele Jobsuchende nutzen bei weitem nicht alle Fördermöglichkeiten der Arbeitsagentur oder des örtlichen Jobcenters. Oft helfen diese Angebote bei der erfolgreichen Jobaufnahme oder bei einer Existenzgründung. In diesem Artikel möchte ich gebräuchliche Fördermöglichkeiten einmal auflisten:

  • Weiterbildungen über einen Bildungsgutschein (oft unter der Voraussetzung der Einstellungszusage einer Firma)
  • Lohnzuschüsse bei längerer Arbeitslosigkeit
  • Vermittlungsgutschein
  • Erstattung von Bewerbungskosten
  • Verbesserung der Mobilität (z.B.Reparatur eines Fahrzeugs, Führerschein)
  • Arbeitsmittel (z.B.Werkzeug)
  • Erwerb von Berechtigungen und Nachweisen (z.B.Gesundheitszeugnis)
  • Gründungszuschuss (für ALG I Bezieher, die sich selbstständig machen möchten)
  • Einstiegsgeld (für ALG II Bezieher, die sich selbstständig machen möchten)

Warum sollte man nicht alle Möglichkeiten nutzen, die unser Staat rechtmäßig bietet? Es wäre doch schade, wenn Fördergelder ungenutzt liegenbleiben.

Die beliebtesten Märchen über Existenzgründung

Wenn es für Ihre  Qualifikation oder Ihre Lebenssituation keinen passenden Job im Angestelltenverhältnis gibt, ist eine Existenzgründung eine gute Alternative. Fallen Sie dabei aber nicht auf die beliebten Existenzgründer-Märchen herein, die in unserer sicherheitsliebenden Gesellschaft verbreitet sind.

Aus irgendeinem Grund wird gerne versucht, Ihnen das Thema Existenzgründung madig zu machen. Hier nenne ich mal die wichtigsten Märchen über die Existenzgründung:

Märchen 1: Eine Existenzgründung kostet im Vorfeld viel Geld!
Märchen 2: Sie müssen große Kredite aufnehmen!
Märchen 3: Als Existenzgründer arbeiten Sie selbst und ständig – also rund um die Uhr!
Märchen 4: Sie müssen gleich bei der Gründung Personal einstellen.
Märchen 5: Für Ihren Start in die Selbstständigkeit brauchen Sie selbstverständlich von Anfang an große Räume.
Märchen 6: Bei Gründung aus der Arbeitslosigkeit: Sie müssen sich sofort vom Arbeitslosengeld-Bezug abmelden.

Diese Märchen sagen kaum etwas darüber aus, wie Existenzgründung wirklich funktioniert. Wir sehen das gleich beim ersten Märchen: Wenn Sie schon viel Geld hätten – wozu sollten Sie dann noch ein Unternehmen gründen? Sie könnten Ihr Geld einfach anlegen!

Ich selber bevorzuge bei der Beratung von Existenzgründern eine Methode, die ich „Guerilla-Existenzgründung“ nenne. Sie hat sich gerade bei der Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit heraus bewährt. Die erste Phase heißt „Kundensuche“. Das, was Sie zuallererst brauchen, sind nämlich Kunden für Ihre Geschäftsidee. Irgendwann brauchen Sie dann auch einen guten Steuerberater. Und dann geht es Schritt für Schritt weiter, ohne die obigen Märchen. Bodo Schaefer schrieb einmal : „Wenn Sie in drei oder fünf  Jahren etwas anderes tun wollen als heute, müssen Sie diese Veränderung vorbereiten“.

Sie haben weitere Fragen zur „Guerilla-Existenzgründung“? Ich helfe Ihnen gerne weiter.

 

 

 

Mach dein Ding!

Sie wollen einen ganz bestimmten Job machen und kein Arbeitgeber bietet ihn an? Dann schaffen Sie sich ihn doch selber!

Als Grundlage für solche Überlegungen ist das neueste Buch von Thilo Baum „Mach dein Ding!“ sehr gut geeignet:

Thilo Baum durchleuchtet  in mehreren Kapiteln ausführlich die heutige Arbeitswelt, zeigt am Beispiel eines mittelalterlichen Dorfes die wirtschaftlichen Zusammenhänge zwischen Arbeit und Geld auf und bezieht Stellung gegen das weit verbreitete „Arbeitnehmer-Dogma“:
„Du musst  angestellt sein, sonst funktioniert Berufstätigkeit nicht!“
Baum ermutigt, herauszufinden, was die eigene Sache ist und motiviert den Leser zielorientiert und auf lange Sicht zu arbeiten und damit das Leben selbstverantwortlich  zu gestalten.

Die Tipps von Thilo Baum kommen aus der eigenen Erfahrung (wie es ihm ergangen ist, beschreibt er genau) und sind praxisorientiert. Ich habe schon einige mit Erfolg ausprobiert!
Fazit: Ein gutes Buch für Menschen, die sich sagen: Meine Arbeitssituation soll nicht so bleiben, wie sie ist.

Thilo Baum: Mach Dein Ding!
Der Weg zu Glück und Erfolg im Job
ISBN: 978-3-86668-429-4
Eichborn/Stark Verlag
Preis: 17,95 EUR