{"id":2346,"date":"2012-11-09T13:08:09","date_gmt":"2012-11-09T13:08:09","guid":{"rendered":"https:\/\/jobtrainer-blog.de\/?p=2346"},"modified":"2021-11-25T10:10:51","modified_gmt":"2021-11-25T10:10:51","slug":"arbeitslos-bleiben-eine-alternative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jobtrainer-blog.de\/?p=2346","title":{"rendered":"Arbeitslos bleiben?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Wenn alles so schwierig ist, dann ist es vielleicht doch besser, arbeitslos zu bleiben &#8211; oder?<\/strong><\/p>\n<p>Das kann ich aufgrund meiner Erfahrungen in der Schulung von mehreren tausend Menschen, die sich beruflich neu orientieren mussten, nun gar nicht empfehlen.<\/p>\n<p><strong>Folgende Gr\u00fcnde sprechen f\u00fcr die Aufnahme von Arbeit:<\/strong><\/p>\n<p><strong>1. Langzeitarbeitslosigkeit raubt die Motivation und erzeugt nachgewiesen verschiedenste Krankheiten: <\/strong>Schwedische Forscher haben herausgefunden, dass die Immunabwehr von Arbeitslosen bereits nach neun Monaten ohne Job deutlich schlechter arbeitet als bei Vergleichspersonen. Au\u00dferdem entstehen durch Dauerarbeitslosigkeit vielf\u00e4ltige famili\u00e4re Probleme. <a href=\"\/\/www.bpb.de\/apuz\/30945\/arbeitslosigkeit-was-wir-aus-psychologischer-perspektive-wissen-und-was-wir-tun-koennen-essay\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Der Psychologe Michael Frese<\/a> nennt Langzeitarbeitslosigkeit eines der f\u00fcr das Wohlbefinden sch\u00e4dlichsten Ereignisse, die unsere Gesellschaft bereith\u00e4lt. Dar\u00fcber hinaus ist sie eine Falle: Wer Jahre arbeitslos war, kommt oft nur sehr schwer wieder aus der Arbeitslosigkeit heraus. Langfristige Arbeitslosigkeit ist also keine L\u00f6sung und meiner Ansicht nach mit der W\u00fcrde des Menschen unvereinbar.<\/p>\n<p><strong>2. Arbeit hat trotz des Stresses, den sie manchmal verursacht, verschiedene Vorteile: <\/strong>Sie gibt unserem Alltag eine zeitliche Struktur (Was macht man sonst den ganzen Tag?), sie verleiht dem Arbeitenden in den meisten Gesellschaften einen sozialen Wert und gibt die M\u00f6glichkeit, Leute kennenzulernen und sich auszutauschen. Wir trainieren unsere F\u00e4higkeiten w\u00e4hrend der Arbeit und bilden uns dadurch st\u00e4ndig beruflich weiter. Vielen Menschen verleiht geeignete berufliche Arbeit auch Sinn, das hat wiederum positive gesundheitliche Folgen, wir k\u00f6nnen das entwickeln, was in uns steckt. Die meisten Menschen haben das Bed\u00fcrfnis, etwas Sinnvolles oder Produktives zu tun. Je besser der Job zum eigenen Pers\u00f6nlichkeitsprofil passt, desto gr\u00f6\u00dfer sind die Vorteile von Arbeit.<\/p>\n<p><strong> 3. Selbst der Einstieg in irgendeinen Job (z. B. f\u00fcr Schulabg\u00e4nger und<\/strong> <strong>Langzeitarbeitslose) kann ein echter Fortschritt und eine extreme Verbesserung<\/strong> <strong>der Lebensverh\u00e4ltnisse sein: <\/strong>Es geht f\u00fcr Arbeitsuchende zuerst einmal darum, in die Berufswelt \u00fcberhaupt einzusteigen bzw. wieder einzusteigen. Selbst Fachkr\u00e4fte werden h\u00e4ufig schon nach 1 Jahr Arbeitslosigkeit von Firmenchefs oder Personalleitern nicht mehr akzeptiert und sind im Arbeitsmarkt kaum vermittelbar. Und nach dem Einstieg? Dann folgt \u201etraining on the job\u201c, also Lernen in der Berufspraxis und individuelle Weiterbildung. Das kann durch Lesen von Fach- und Strategieb\u00fcchern, \u00fcber Internet-Angebote (Blogs und Podcasts) und \u00fcber Seminare geschehen. W\u00e4hrend der Berufspraxis und Weiterbildung entwickelt sich dann langsam eine langfristige pers\u00f6nliche Strategie.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Einen <a href=\"https:\/\/jobtrainer-blog.de\/?p=693\">Coach oder Mentor<\/a> sollten sich Menschen in einer\u00a0 Orientierungsphase sowieso suchen!<\/p>\n<p><strong>Meine Tipps zum Weiterlesen:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jobtrainer-blog.de\/?p=20#content\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">In 90 Tagen aus der Arbeitslosigkeit<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jobtrainer-blog.de\/?p=942#content\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wie finde ich den richtigen Job?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jobtrainer-blog.de\/?p=53\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die wichtigsten Jobb\u00f6rsen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jobtrainer-blog.de\/?p=4746#content\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wie erkenne ich Firmen, die zu mir passen?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jobtrainer-blog.de\/?p=4918#content\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kreativit\u00e4t bei der Jobsuche<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jobtrainer-blog.de\/?p=4697#content\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Basiswissen f\u00fcr Jobcoaches<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn alles so schwierig ist, dann ist es vielleicht doch besser, arbeitslos zu bleiben &#8211; oder? Das kann ich aufgrund meiner Erfahrungen in der Schulung von mehreren tausend Menschen, die sich beruflich neu orientieren mussten, nun gar nicht empfehlen. Folgende Gr\u00fcnde sprechen f\u00fcr die Aufnahme von Arbeit: 1. 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