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frei sein statt frei haben

Selbständigkeit- eine Alternative zur Arbeitslosigkeit?

Selbständigkeit ist immer eine Alternative zur Arbeitslosigkeit, natürlich nicht für jeden und nicht zu jedem Zeitpunkt. Aber für einige Menschen, zu einem bestimmten Zeitpunkt, kann Selbstständigkeit genau die richtige Lösung sein.

frei sein statt frei haben

Selbstverständlich braucht es für einen guten Start in die Selbstständigkeit Hilfen und Unterstützung. Eine gute Hilfe ist das ausgezeichnete Existenzgründer-Handbuch „Frei sein statt frei haben“ von Catharina Bruns und Sophie Pester.

„Die erste Voraussetzung, um selbständig zu sein, ist, dass man es will. Es ist keine Notlösung und es ist kein Vorruhestand.“

So beginnen die Autorinnen ihr Handbuch für den Weg zum eigenen kleinen Unternehmen. Sie sprechen meiner Meinung nach die richtigen Themen an:

  • Warum gründen?
  • Was ist das Besondere an deinem Angebot?
  • Geld verdienen
  • Sichtbar sein und kommunizieren
  • Das Geschäftsmodell
  • Lebensstil als Selbständige/Selbständiger
  • Arbeiten ohne Anleitung
  • Gründen ohne viel Geld
  • Lieber frei als groß
  • Sich mit Kreativität durchsetzen
  • Zusammenarbeiten
  • Ruhiger schlafen können
  • Kundenservice ist Chefsache
  • Preisgestaltung
  • Formalitäten

Jedes Thema wird praxisnah und ausführlich behandelt. Ein ganz wichtiger Punkt: Die Autorinnen unterscheiden sauber zwischen Hobby und Begeisterung für etwas und Dingen oder Dienstleistungen, die ich anbieten kann. Die Ressourcenliste mit Infos über Kreditplattformen, Versicherungen, Tools für Selbstorganisation, Kommunikation, Bloggen, E-Books, Design, E-Mail-Marketing, Hosting, Buchhaltung, Online-Marktplätze, Bezahldienste, SEO, Netzwerke etc. ergänzt das Buch um hilfreiche Adressen.

Ein Zitat von Niki Lauda, das auf Seite 130 erwähnt wird, könnte auch der Untertitel dieses Existenzgründer-Buches sein:

„Man muss als Zwerg tun, was Riesen nicht können.“


Infos zum Buch: Catharina Bruns/Sophie Pester: Frei sein statt frei haben, 239 Seiten, Campus Verlag, ISBN-13: 978-3593505152

Kreativität bei der Jobsuche!

Bei der Jobsuche sind kreative Lösungen wichtig. Sonst verlieren Sie sich schnell auf eingefahrenen Wegen und suchen da, wo alle suchen. Sind Sie offen für Veränderungen oder suchen Sie nach genau dem gleichen Job, den Sie vorher auch schon hatten?

In meinem beruflichen Leben ist das mehrmals passiert, hier die Geschichte!

Ich habe für Sie  hier eine Übersicht entwickelt, für welche Veränderungen Sie beim Wechsel vom alten in einen neuen Job aufgeschlossen sein sollten:

Nehmen wir zum Beispiel den Bereich „Neue Arbeitsformen. Das könnte für Sie vielleicht heißen, dass Sie es mal als FreiberuflerIn versuchen oder nach einer Phase der Selbständigkeit ins Angestelltenverhältnis zurückkehren.

Veränderungen im Bereich „Wege der Vermittlung“ könnten für Sie bedeuten: Sie verschicken nicht nur einfach Bewerbungen, sondern lassen private Job-Vermittler für sich suchen oder Sie gehen bei der Jobsuche über Personalberatungen oder Job-Netzwerke, wie z.B. das Netzwerk-Arbeit.

„Neue Kunden“ suchen hieße, dass Sie sich auf eine neue Zielgruppe fokussieren. Sind Sie im Sozialwesen tätig, würde das z.B. bedeuten, dass Sie nun mit Jugendlichen statt Senioren arbeiten – oder umgekehrt!

Setzen Sie Ihre Kreativität ein. Der Trainer Myron Rush sagt: „Jeder Mensch ist kreativ“, und ich finde, er hat recht.

Berufliche Ziele genau festlegen oder grobe Richtung ansteuern?

Häufig wird Ratsuchenden in der beruflichen Orientierung geraten, sie sollen sich konkrete Ziele setzen, diese ganz genau festlegen und verfolgen. Ich frage mich, ob das wirklich sinnvoll ist.

Meiner Erfahrung nach ist es besser, grob die Richtung anzusteuern, in die ich mich entwickeln will, und dann die Gelegenheiten wahrzunehmen, auf die ich treffe.

Der Berater Stephen Shapiro rät z. B., „einen Kompass und keine Landkarte zu verwenden“ (Zitat von Shapiro aus dem Buch Business Model You).
Zu genau gesteckte Ziele können sehr viel Druck auslösen und den Blick einschränken. Diese sehr genau bestimmten Ziele, diese perfekten Pläne haben bei mir persönlich nie funktioniert – die Bereitschaft in eine bestimmte Richtung zu gehen, schon eher. So kann der Kurs immer wieder aktualisiert werden, ich nehme neue Erfahrungen und Begegnungen auf und orientiere mich wieder.

Im Moment bin ich selbst dabei, mich thematisch weiterzuentwickeln. In meinem nächsten Projekt soll es um gute Arbeit gehen, also nicht nur um die Frage, wie ich überhaupt Arbeit aufnehmen kann. Auch bei diesem Thema möchte ich eine Richtung einschlagen und sehen, was sich auf dem Weg ergibt. Natürlich sammele ich Material, mache Recherche, überlege, welche Personen ich dazu ansprechen kann. Und dabei ergibt sich auf dem Weg vieles, was ich jetzt noch nicht weiß, worauf ich aber sehr gespannt bin.

Herzlichst,

Ihr Reinhard Kröger

Talent oder Training?

Wie wichtig ist bei Ausbildung und Berufsausübung eigentlich Talent und wie wichtig ist Training? In meinen Seminaren mit Jobcoaches und Dozenten stoße ich immer wieder auf dieses Thema.

Die Wissenschaft hat im Laufe der Zeit verschiedene Einschätzungen vertreten, heute gehen Medizin und Psychologie davon aus, dass beides gleich wichtig ist. Wir sollten also unsere Fähigkeiten kennen, aber wir brauchen auch ganz viel Training, um fit zu sein. Unter anderem ist Massenarbeitslosigkeit deshalb ein großes Problem, weil für viele Menschen das Training entfällt.

Der Mensch braucht viele Zeiten des Trainings und des Übens, genauer gesagt etwa 10.000 Stunden, um ein „Profi“ zu werden, sagt Malcolm Gladwell in seinem Buch „Überflieger“. Er zeigt das am Beispiel einer Studie mit angehenden Orchestermusikern. Diese wurden je nach Leistungsstärke in drei Gruppen aufgeteilt. Die Teilnehmer der besten Gruppe hatten bis zu einem bestimmten Lebensjahr 10.000 Stunden geübt, die Mitglieder der zweitbesten Gruppe 8.000 und die der dritten Gruppe 4.000.
Dieses 10.000-Stunden-Prinzip kann ich aus der Beobachtung eigener Tätigkeiten nachvollziehen. Wenn man Dinge sehr häufig durchführt, stellt sich irgendwann, Talent vorausgesetzt, eine professionelle Ausübung der Tätigkeit ein, die etwas Künstlerisches hat. Auch im Sport, z. B. im Tennis oder Fußball, ist dieser Effekt bekannt.

Denken Sie doch mal darüber nach: Was haben Sie sehr häufig durchgeführt? Sind Sie dadurch in diesem Bereich sehr gut geworden? Könnten Sie das beruflich besser einsetzen als zurzeit? Ist dazu ein Wink an Ihren Arbeitgeber nötig oder möglich? Oder wenn Sie sich beruflich neu orientieren: Wo haben Sie die Möglichkeit viel zu üben? In welchem Bereich wollen Sie weiter trainieren?

Der Einsatz Ihres eigenen Potenzials ist ein wichtiger Baustein zur Verbesserung Ihrer Arbeits- und Lebenssituation!

Lebenslanges Lernen!

 

„Also lautet der Beschluss, dass der Mensch was lernen muss“: Was Wilhelm Busch in Reimform uns näher bringt, gilt auch für Jobsuchende und ihre Berater: Das Prinzip des lebenslangen Lernens.

Lebenslanges Lernen ist einer der wichtigen Bausteine für den beruflichen Erfolg. Ein faszinierendes Buch (fast vergriffen) zu diesem Thema ist von James Bach: Die Freibeuter Strategie. Bach ist in den Beruf des Softwaretesters bei Apple quasi hineingestolpert und zeigt uns, wie man lebenslang lernen kann, anhand von „Gefährlichen Gedanken“, „Meeren des Wissens“, „Schatzkarten“, „Kundschaftern“ und eben „Freibeutern“.

 

  • Wie kann ich lernen?
  • Was sollte ich lernen?
  • Wo kann ich lernen?
  • Was zählen Abschlüsse?

Diese Fragen werden mit vielen Beispielen praxisnah beantwortet, gleichzeitig erzählt uns James  Bach seine Lebensgeschichte. Es geht in diesem Buch nicht um das schulische Lernen, sondern um selbstbestimmtes Lernen, was oft von einer ganz anderen Art ist.

Wie kommen Sie außerhalb der klassischen Wege zu qualitativ hochwertiger Bildung? Indem Sie als Freibeuter vorgehen: Neugierde, individuelle Lernmethoden, das Angehen von Problemen und das Erzählen von Geschichten helfen dabei. Fazit: So kann Lernen Spaß machen!

Gebrauchte Exemplare finden Sie unter buchpreis24, beim Verlag müssten auch noch einige Exemplare sein.

James Marcus Bach: Die Freibeuter Strategie – Durch selbstbestimmtes Lernen zum Erfolg, Verlag Antje Kunstmann, 232 Seiten, 19,80€