01 Es gibt Arbeit Cover

„Es gibt Arbeit!“ jetzt komplett neu!

Es ist so weit: „Es gibt Arbeit!“, das Materialbuch für Arbeitsmarktprojekte, ist jetzt in komplett überarbeiteter neuer Auflage erschienen. Das Update ist auf 158 Seiten prall gefüllt mit Übungen, Arbeitsblättern, Checklisten und Anleitungen.

Sie finden im Materialbuch z. B.:

  • ein umfangreiches Profiling mit Fähigkeitsprofil, Kenntnisseübersicht, Werteprofil und Zielgruppenermittlung
  • umfassendes Material zur Jobakquise,  Internetrecherche, E-Mail-Bewerbung, Arbeitgeber-Ansprache
  • ein komplettes Motivationstraining mit vielen Übungen und Arbeitsblättern
  • spezielles Material für Jobcoaches und DozentInnen, z. B. zu den Themen Umgang mit Widerständen, Live-Trainings …
  • Sonderteil U25 mit ausführlichem Berufsinteressenprofil
  • Sonderteil 50Plus mit speziellem Training für berufserfahrene Jobsuchende

Mein Tipp: Testen Sie das Material doch mit den „Basics für Jobcoaches“, die auch einige der Arbeitsblätter des Materialbuchs beinhalten. Rechts neben diesem Blogartikel können Sie die Basics kostenfrei bestellen.

Einfacher Einsatz im Unterricht
Das E-Book „Es gibt Arbeit! Materialbuch für Arbeitsmarktprojekte“ ist im PDF-Format
erstellt – so lässt es sich einfach auf allen Geräten lesen. Die Arbeitsblätter können Sie im A4-Format ausdrucken und auch für die Beamer-Projektion einsetzen. Das Materialbuch eignet sich für alle Jobcoaches, AusbilderInnen und DozentInnen in Trainingsmaßnahmen, Vermittlungsprojekten oder Kursen für Berufsorientierung

01 Es gibt Arbeit Cover

Warum gibt es eine neue Version?
Ich habe den Fokus des Materialbuches nun noch stärker auf die Handhabung für Jobcoaches und TrainerInnen verlagert. Das Buch hat einige zusätzliche Arbeitsblätter dazubekommen, viele wurden aus der Praxis heraus inhaltlich überarbeitet. Freuen Sie sich zudem auf ein frisches Design! Der inhaltliche Schwerpunkt ist geblieben: Vermittlung in (passende) Arbeit für Teilnehmende in Arbeitsmarktprojekten, unabhängig von Herkunft, Qualifikationsniveau oder Alter.

Meine Beobachtung ist: Mit diesen Übungen, die in der Praxis entstanden sind und Schritt für Schritt vorgehen, wird die Atmosphäre und die Effektivität in Arbeitsmarktprojekten nachhaltig positiv beeinflusst!

Haben Sie Interesse am Materialbuch „Es gibt Arbeit“? Dann schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an! Telefon: 02327/79884 E-Mail: info@job-training.de

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Wie beginne ich ein Seminar?

Die ersten Stunden in neuen Arbeitsmarktprojekten sind oft gar nicht so einfach. Die Teilnehmenden kennen sich nicht untereinander und kennen Sie und Ihre Arbeitsweise nicht. Wie lässt sich die Atmosphäre zu Beginn auflockern? Und wie begegnen Sie Vorbehalten?

Gut beraten sind Sie als Jobcoach und TrainerIn, wenn Sie ruhig und authentisch Folgendes tun:

  • Namen der Teilnehmer kennenlernen

  • sich auf Sprache und Verhalten der TeilnehmerInnen einstellen

  • erst einmal alles Gesagte so stehen lassen

  • auf Kritik eingehen

  • Frust abbauen lassen

  • positive Verstärkung

Ich beginne in solchen Projekten gerne mit einer Gesprächsrunde, in der Teilnehmende ihren Frust oder ihre Befürchtungen auch äußern können.
Mit aktivem Zuhören stelle ich die Themen der Teilnehmenden in den Raum. Hier ein Beispiel: Ein Teilnehmer sagt: „Das bringt doch alles nichts!“ Ich antworte: „Sie meinen, dass unsere Aktion unnötig ist?“, und dann frage ich: „Was würde denn etwas bringen?“
Genauso gehe ich mit Teilnehmer-Statements um wie: „Ich habe keine Lust, das zu machen!!“ — „Ich bin nur hier, weil ich muss!“ — „Bei mir ändert sich eh nichts!“ — „Ich habe schon einen Job!“ — „Eigentlich sollten andere hier sein!“

Nach solch einer ausführlichen Gesprächsrunde ist die Stimmung oft schon viel besser. Wichtig dabei ist: Natürlich suche ich auch ernsthaft nach Möglichkeiten, die Lehrgangserfahrung von Teilnehmenden zu verbessern!

Dale Carnegie hat mal gesagt:

“ Positive Verstärkung und das Fehlen negativer Kritik in den ersten Sitzungen ist der wirksamste Weg, Vertrauen aufzubauen.


Hier finden Sie noch weitere Links zum Thema:
Wie motiviere ich Gruppen?
Echt sein – wichtig für den Beratungserfolg

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7 Faktoren einer erfolgreichen Vermittlungsquote!

Oft stellt sich in Arbeitsmarktprojekten die Frage: Welche Faktoren beeinflussen den Vermittlungserfolg?

Gute Vermittlungsquoten hängen von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Den Vermittlungserfolg beeinflussen vor allem:

  1. der/die TrainerIn/BeraterIn in einer Maßnahme
  2. das Konzept des Projekts
  3. der Bildungsträger/Träger der Veranstaltung
  4. die Teilnehmenden
  5. die Wirtschaftslage und der Arbeitsmarkt
  6. der Auftraggeber des Arbeitsmarktprojektes
  7. die politischen Rahmenbedingungen

Welcher dieser Faktoren beeinflusst eine Vermittlungsquote am stärksten?
Das ist nicht einfach zu beantworten. Untersuchungen decken in der Regel nur Teilbereiche ab. Es gibt aber Faktoren, die Sie ganz konkret beeinflussen können, das sind die ersten vier Punkte. Für diese Punkte habe ich Ihnen eine praxisorientierte Checkliste erstellt.

1. Der Berater/die Beraterin

2. Konzept des Projekts

  • fühlt es sich an wie Schule?
  • gibt es nur Unterricht oder auch Aktionsphasen?
  • gibt es aktive Jobakquise und Kontakt zu Firmen?
  • passen die Unterrichts- und Arbeitszeiten zur Leistungsfähigkeit der Zielgruppe?
  • ist geeignetes Material vorhanden?

3. Bildungsträger/Träger der Veranstaltung

  • flexible Organisation beim Träger?
  • pfiffige Auftaktveranstaltung?
  • sind die Räume freundlich und geeignet?
  • gibt es ein schlüssiges Vermittlungskonzept?
  • können Jobcoaches und Dozenten ihre Vorschläge einbringen?
  • wird Teambuilding der Berater und Dozenten ermöglicht?

4. TeilnehmerInnen des Arbeitsmarktsprojekts

  • geeignete Teilnehmerauswahl (werden Standards eingehalten, z.B. EDV-Grundkenntnisse, Sprachkenntnisse)?
  • halbwegs homogene Teilnehmergruppen?
  • sind Motivationsanreize für TeilnehmerInnen gegeben?
  • wird ein respektvoller Umgang mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern gepflegt?

Ich freue mich über Kommentare und Anregungen. Welchen der Bereiche soll ich Ihnen noch genauer beschreiben? Sagen Sie es mir!

Mit Grüßen von der Ruhr, Reinhard Kröger

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Wie lange reicht das Schulungsmaterial?

Ich habe schon häufiger in längeren Arbeitsmarktprojekten unterrichtet oder beraten, unter anderem in siebenwöchigen Trainingsmaßnahmen. Vor ein paar Wochen fragte mich ein Jobcoach-Kollege, wie lange er denn mit meinem Material „Es gibt Arbeit!“ wohl schulen und coachen könnte.

Er soll in einem Vermittlungsprojekt vier Monate lang zu den Themen Berufsorientierung und Jobsuche unterrichten! Mein Material reicht zwar einige Wochen, aber nicht für einen viermonatigen Vollzeitkurs. Wenn Sie vor der Herausforderung stehen, einen mehrmonatigen Kurs mit den gleichen Teilnehmenden zu unterrichten, gibt es noch weitere Optionen, die ich Ihnen hier einmal aufliste.

  1. Sie können mit dem Buch „In 90 Tagen aus der Arbeitslosigkeit!“ und den enthaltenden Aktionsvorschlägen weitere Unterrichts-/Beratungsstunden gestalten.
  2. Sie können die Materialien in  Hesse/Schrader: Training Lebenslauf mit der Gruppe bearbeiten.
  3. Sie können Motivationsfilme einsetzen, z.B. Am Limit und Steve Jobs.
  4. Konkrete Jobakquise in „Live-Trainings“ ist effektiv und braucht viel Zeit!
  5. Sie können besondere Projekte starten, um soziale und kreative Kompetenzen und gesundheitliche Fitness zu fördern. Für U25- Arbeitsmarktprojekte habe ich hier mal einige Möglichkeiten aufgeführt. Für andere Altersgruppen können Sie die Möglichkeiten anpassen: z.B. Erstellen und Halten einer Präsentation, Übung von Gehaltsverhandlungen, Trainieren von Vorstellungsgesprächen mit Hilfe von Videoaufnahmen…

Wenn Sie weitere Vorschläge haben, schreiben Sie doch bitte einen Kommentar und lassen Sie es mich wissen.

Wie motiviere ich Gruppen?

Als Dozent oder Berater in Arbeitsmarktprojekten stehen Sie oft vor der Herausforderung, Gruppen zu motivieren. In dem vergnüglichen und kompetenten Buch „Der Fisch stinkt vom Kopf“ von Hein Hansen, können Sie lesen, was alles dazu gehört:

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  • Um andere motivieren zu können, müssen Sie selbst motiviert sein!
  • Sie vermitteln gemeinsame Bindung an das Ziel!
  • Sie kennen Ihre Teilnehmer-Typen!
  • Sie nutzen sportlichen Ehrgeiz für Ihr Projekt!
  • Sie nutzen die grundsätzlichen Bedürfnisse Ihrer Teilnehmer nach Sicherheit und Geborgenheit, Anerkennung und Selbstachtung!
  • Sie erzeugen Flow-Erfahrungen, d.h. Teilnehmer bewegen sich in dem positiven Korridor zwischen Unterforderung und Überforderung!
  • Sie haben Ziele gesetzt!
  • Frust kann abgebaut werden, besonders am Anfang!
  • Vermitteln Sie Ihren Teilnehmern den Dreiklang der Motivation: Ich will, ich kann, ich darf!
  • Übrigens: Ein Seminarraum mit angenehmer Atmosphäre wäre auch gut!

Ich empfehle das Buch allen Menschen, die sich über Motivation von Einzelnen und Gruppen Gedanken machen.

Zum Schluss des Buches wird der Fußball-Philosoph Adi Preißler mit seinen berühmten Worten zitiert:

„…entscheidend ist auf dem Platz!“.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Mit besten Wünschen für Ihre Praxis,
Reinhard Kröger

PS: Hier noch zwei weitere Artikel zum Thema:
Echt sein, wichtig für den Beratungserfolg und Gedankenlawinen sind Motivationskiller


Infos zum Buch: Hein Hansen, Der Fisch stinkt vom Kopf, 272 Seiten, books4success
ISBN: 9783864701344