Erzählen Sie Ihre Story!

Wie sind Sie dort hingekommen, wo Sie heute sind? Wie sah Ihre persönliche berufliche Reise aus? Vor Bewerbungsgesprächen ist es hilfreich, wenn Sie sich die Geschichte Ihrer beruflichen Reise aufschreiben. Gerade bei nicht gradlinigen Lebensläufen ist diese Übung von hoher Bedeutung.

Doch was macht eine gute Story eigentlich aus? Die wichtigen Elemente einer Geschichte sind:

  • ein Held (also Sie)filmklappe-1078813_640
  • ein Problem
  • ein Gegner
  • die Krise
  • das Happy End

Der Vorteil: Aus Ihren Schwächen können Stärken werden. Bauen Sie in Ihre Geschichte die Überwindung von Problemen (z. B. gesundheitliche Einschränkungen, schwierige Ausgangsverhältnisse, unverhoffte Arbeitslosigkeit…) ein. Ihre Schwächen und Schwierigkeiten werden so durch eine anschließende Problemlösung in Stärken und Erfolge umgewandelt.

Hier die passenden Fragen für “Ihre Story“:

  • Wie war Ihre Ausgangssituation?
  • Wer waren Ihre Gefährten/Unterstützer?
  • Was waren Ihre Widerstände (Gegner)?
  • Warum kam es zur Krise und wie haben Sie sie bewältigt?
  • Was ermöglichte schließlich den Sieg oder den Erfolg?
  • Was haben Sie aus der Geschichte gelernt?

Mit diesen Fragen können Sie, auch wenn Sie ein ungeübter Schreiber sind, innerhalb von 30-45 Minuten „Ihre Story“ aufschreiben – eine Story, die oft originell und überraschend ist. Diese Geschichte lässt sich dann gut in passenden Situationen, wie z.B. einem Bewerbungsgespräch, erzählen.

Mein Tipp: Schreiben Sie in den nächsten Tagen Ihre berufliche Story auf, um sie in einem Gespräch flüssig erzählen zu können.

(nach Eberhard Hauser, Heldenreise)

 

Beispiel: Meine Geschichte

Beispiel: Die Geschichte geht weiter

Wie erkenne ich Firmen, die zu mir passen?

Bei der Jobsuche und der beruflichen Neuorientierung stellt sich häufig die Frage: Soll ich mich genau bei diesem Unternehmen bewerben? Passt diese Firma zu mir, meiner Weltanschauung und meinem Profil? Ist die Schnittmenge zwischen den Werten des Unternehmens und meinen Vorstellungen hoch genug, damit eine erfolgreiche und auch längere Zusammenarbeit möglich ist?

Theoretisch ist das ganz einfach: Sie überlegen sich, welche Werte Ihnen wichtig sind,  schauen sich das Werteprofil des Personal suchenden Unternehmens an und wenn Sie große Übereinstimmungen feststellen, dann passt es und Sie bewerben sich. Für umweltbewegte Menschen kommen z.B. ökologisch orientierte Unternehmen infrage, für sehr kreative Menschen kreative Agenturen etc.

In der Praxis ist es, wie immer ;-), ein wenig komplizierter, und es erfordert eine Menge Feinarbeit. Wie stellen Sie denn die Werte eines Unternehmens fest? Und wie bekommen Sie selbst einen Überblick über Ihre grundlegenden Anschauungen?

1. Fangen wir mit dem Unternehmen an: An welchen Merkmalen können Sie die Unternehmenswerte erkennen?
In ihrem Buch Karriere-DNA beschreibt Carmen Schön, an welchen äußeren Merkmalen man die Werte eines Unternehmens erkennt:

  • Stil der Webseite
  • Art der Mitarbeitersuche
  • Wahl des Firmengebäudes
  • Empfang
  • Kleidung der Mitarbeiter
  • Ausstattung der Räume
  • Stil der Kommunikation

Ich habe in diesem Zusammenhang ein Raster erstellt, in dem man verschiedene Unternehmenstypen miteinander vergleichen kann. Sie können es hier gerne downloaden. Mithilfe dieser Übersicht und Ihrer Beobachtungen kommen Sie zu einer Einschätzung des Unternehmens, über das Sie sich informiert haben.

2. Und nun sind Sie an der Reihe: Erarbeiten Sie mit Hilfe der folgenden Übung Ihr Werteprofil und vergleichen Sie anschließend das Ergebnis mit dem Firmenprofil.

Fazit: Es lohnt sich, über die Vereinbarkeit Ihrer Grundwerte mit dem jeweiligen Firmenprofil etwas länger nachzudenken. Je besser die beiden Seiten zueinander passen, desto zufriedenstellender verläuft in der Regel das Arbeitsverhältnis.

 

Basiswissen für Jobcoaches

Was sind eigentlich die grundsätzlichen Standards für eine erfolgreiche Arbeitsvermittlung? In diesem Artikel fasse ich für Sie die wichtigsten Punkte einmal zusammen.

Wer erfolgreich in Arbeit vermitteln möchte, sollte vor allem drei Dinge besonders beachten:

1. Erfolgreiche Arbeitsvermittlung setzt ein sauber erhobenes Job-Profil voraus!
Ein Job-Profil besteht aus den Fähigkeiten, Kenntnissen, Werten) und der körperlichen Eignung des Arbeitssuchenden. Die körperliche Eignung erfährt der zu Vermittelnde durch eine arbeitsmedizinische Untersuchung, die Fähigkeiten und Kenntnisse können Sie mit Hilfe der jeweiligen Arbeitsblätter ermitteln.

2. Erfolgreiche Arbeitsvermittlung benötigt eine präzise Zielgruppenermittlung!
Eine korrekte Zielgruppenermittlung ist meiner Ansicht nach das Kernstück des Beratungsprozesses. Wenn sauber geklärt ist, welche Unternehmen und Branchen für den Jobsucher überhaupt in Frage kommen, wird der Weg zur Jobvermittlung wesentlich einfacher. Die Zielgruppenermittlung wird vom zu Vermittelnden ausgefüllt oder Sie füllen sie mit ihm zusammen aus.

3. Erfolgreiche Arbeitsvermittlung benötigt konsequente Jobakquise!
Nun erst können Sie sinnvolle Jobakquise betreiben: Durchsuchen Sie alle relevanten Internetbörsen, Branchenbücher (z.B. bei meinestadt), sprechen Sie Betriebe an, zu denen Sie Kontakt haben (z. B. ehemalige Praktikumsbetriebe…), machen Sie telefonische Anfragen etc.

Mehr zu diesen Themen in den kostenfreien Basics für Jobcoaches.

 

Motivation bei der Jobsuche behalten!

In den meisten Bundesländern sind noch Sommerferien – Zeit für viele in den Urlaub zu fahren! Was machen Sie wenn bald der erste Tag naht, an dem Sie sich wieder intensiv mit der Suche nach Arbeit beschäftigen müssen?

Hier finden Sie die wichtigsten Tipps zur Motivation bei der Jobsuche:

  1. Nicht aufgeben: „Geben Sie nie, nie, niemals auf!“ heißt das Churchill Prinzip, und er hat recht!
  2. Absagen akzeptieren, aber nicht als Niederlage sehen: Dieser eine Arbeitgeber will Sie nicht!
  3. Realistische Ziele haben: Bestimmen Sie Ihr Job-Profil und machen Sie eine Zielgruppenermittlung!
  4. Halten Sie sich fit: Körperliche Fitness ist die Voraussetzung für jeden Job und für die Jobsuche!
  5. Suchen Sie sich einen Coach oder Mentor!
  6. Lesen Sie motivierende Literatur, z.B. In 90 Tagen aus der Arbeitslosigkeit!
  7. Gehen Sie zu Tagungen und Jobmessen!

Welche Motivations-Tipps haben Ihnen geholfen? Ich freue mich auf weitere Ideen und Beispiele von Ihnen als Kommentar.

Wie helfe ich anderen, einen Job zu finden?

Als Jobcoach habe ich langjährige Erfahrung dabei, anderen bei der Jobsuche zu helfen. Das Schöne daran ist: Ich kann durch meine externe Perspektive schnell Probleme aufdecken und Lösungen anbieten, die dem Jobsuchenden durch seine interne Sicht vielleicht verborgen sind.

Wenn Sie einem Jobsuchenden helfen wollen, dann schlage ich folgende Vorgehensweise vor:

1. Das Wichtigste sind die Wünsche und das Profil des Jobsuchenden. Die Wünsche bekommen Sie in einem Gespräch heraus, das Profil z. B. mit Hilfe von Arbeitsblättern aus meinen kostenfreien Basics für Jobcoaches

Ein Job-Profil besteht aus: Fähigkeiten (E-Book, Seite 9-12), Kenntnissen (E-Book Seite 13-14), Werten (E-Book, Seite 15-16) und der körperlichen Eignung (Feststellung z. B. durch eine arbeitsmedizinische Untersuchung)

2. In einem nächsten Schritt erarbeiten Sie zusammen mit dem Jobsuchenden eine Zielgruppenermittlung (E-Book, Seite 17-18). Mit Hilfe dieser Übung kommen Sie von den ersten Wunschvorstellungen zu realistischen und erreichbaren Zielen des Jobsuchenden.

3. Als nächstes sollte systematische Internet-Recherche (E-Book, Seite 25-27) und Adressrecherche auf dem Plan stehen. Danach ist konsequentes Ansprechen von Unternehmen (E-Book, Seite 30-35) gefragt. Dies erfordert natürlich eine angemessene Portion Zeit (Siehe mein Interview mit Hans Georg Willmann).

Im Normalfall erzielen Sie nach so einer Vorbereitung auch gute Ergebnisse. Seien Sie aber nicht enttäuscht, wenn sich diese Ergebnisse nicht sofort einstellen und weisen Sie den Jobsuchenden auf das Prinzip der Marketing-Pipeline hin.