Gedankenlawinen sind Motivationskiller

Von “Es geht mir nicht gut” zu “Das wird ganz schlimm enden”: Gedankenlawinen hindern die persönliche und berufliche Weiterentwicklung.

Ein Hindernis für die Verbesserung Ihrer Arbeits- und Lebenssituation können Gedankenlawinen sein. Sie entstehen aus negativen Gedanken, die wir häufig wiederholen und die sich dann vergrößern – genau wie ein kleiner Schneeball zu einer großen Lawine werden kann.

Hier ein Beispiel für einen negativen Gedanken-Verlauf: Es geht mir nicht gut >> Ich habe jetzt einen wichtigen Termin, ich schaffe den nicht>> Ich schaffe nie was>> Das wird alles ganz schlimm enden…
Sich immer wiederholende und vergrößernde, negative Gedankenketten sind ein häufig zu beobachtender Störfaktor in Bewerbungsphasen, in beruflichen Umbruchsituationen, bei einer Existenzgründung und bei fast jedem Jobwechsel.

Nach Albert Ellis, einem Pionier der kognitiven Psychologie, müssen wir uns solche Gedankenketten genau ansehen: Sind das Tatsachen, die ich da denke und weiterspinne, oder Vermutungen? Motivieren mich solche Gedanken? Sind sie eher hinderlich? Kann ich sie abstellen und wie?
Zum Durchchecken von Gedankenketten hilft ein von mir entwickeltes Arbeitsblatt, das ich Ihnen gerne zur Verfügung stelle. Langfristig sollten Sie sich auch die Frage beantworten, welche Gedankenketten häufig vorkommen und was das z. B. mit Ihrer eigenen Biographie zu tun hat. Das sprengt aber natürlich den Rahmen der beruflichen Beratung.
Wichtig ist, dass Sie Gedanken-Lawinen als solche erst einmal identifizieren, damit Sie sie auf die Dauer stoppen können. So finden Sie auch wieder Ihre Motivation zurück.
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Motivation bei der Jobsuche behalten!

In den meisten Bundesländern sind noch Sommerferien – Zeit für viele in den Urlaub zu fahren! Was machen Sie wenn bald der erste Tag naht, an dem Sie sich wieder intensiv mit der Suche nach Arbeit beschäftigen müssen?

Hier finden Sie die wichtigsten Tipps zur Motivation bei der Jobsuche:
  1. Nicht aufgeben: “Geben Sie nie, nie, niemals auf!” heißt das Churchill Prinzip, und er hat recht!
  2. Absagen akzeptieren, aber nicht als Niederlage sehen: Dieser eine Arbeitgeber will Sie nicht!
  3. Realistische Ziele haben: Bestimmen Sie Ihr Job-Profil und machen Sie eine Zielgruppenermittlung!
  4. Halten Sie sich fit: Körperliche Fitness ist die Voraussetzung für jeden Job und für die Jobsuche!
  5. Suchen Sie sich einen Coach oder Mentor!
  6. Lesen Sie motivierende Literatur, z.B. In 90 Tagen aus der Arbeitslosigkeit!
  7. Gehen Sie zu Tagungen und Jobmessen!
Welche Motivations-Tipps haben Ihnen geholfen? Ich freue mich auf weitere Ideen und Beispiele von Ihnen als Kommentar.

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Motivationsfilme 3

Heute geht es in der Reihe Motivationsfilme weiter mit “Am Limit”, der faszinierenden Darstellung einer ganz besonderen sportlichen Höchstleistung der “Huberbuam”.

Die Huberbuam, das sind die Brüder Thomas und Alexander Huber, Extrembergsteiger mit der Spezialität Speedklettern. In “Am Limit” werden sie begleitet bei ihrem Versuch, in Rekordzeit eine 1.000 m hohe, fast senkrecht aufragende Granitwand  im Yosemite Nationalpark (Kalifornien) zu besteigen, die Route “The Nose”. Die Beobachtung dieses Rekordversuchs zeigt uns vieles über Motivation, Anspannung, Ziele, Scheitern und langfristige Erfolge. Der Film ist atemberaubend, hat in den Rekordversuch-Szenen selbst ordentlich “Speed” und spricht den Zuschauer sehr persönlich an. Sehr zu empfehlen ist auch das ausführliche Interview, das in den Extras der DVD enthalten ist.

Fazit: Der Film geht darauf ein, wie sich Hochleistungen erzielen lassen, ist spannend, zeigt starke Naturbilder und die unglaubliche Leistung der beiden Speed-Kletterer. Absolut sehenswert!

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Warum eigentlich immer nur große Unternehmen?

Wenn ich mit Jobsuchenden spreche, höre ich ziemlich häufig den Satz “Ich möchte am liebsten bei dem bekannten XY-Unternehmen arbeiten”. Da stellen sich mir spontan zwei Fragen: Ist das realistisch, gerade aus der Arbeitssuche heraus? Ist das wirklich der richtige Weg?

Wir erleben hier gerade  in Bochum, welche Auswirkungen es hat, wenn ein Großunternehmen den Standort schließt und welche gravierenden Veränderungsprozesse auf die MitarbeiterInnen zukommen. Die Motive für den Run auf große Firmen sind verständlich: höherer Verdienst, im Schnitt größere Arbeitsplatzsicherheit und vielleicht auch die Sehnsucht, sich nicht so häufig verändern zu müssen.

Dabei wird neue Beschäftigung vorwiegend in anderen Bereichen geschaffen. Nach dem Institut für Mittelstandsforschung Bonn waren es im zurückliegenden Jahrzehnt ausschließlich kleine und mittlere Unternehmen, die einen Nettozuwachs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung ermöglichten. Großunternehmen haben in diesem Zeitraum Arbeitsplätze abgebaut. Aus einer von der EU-Kommission vorgelegten Studie geht hervor, dass kleine und mittlere Unternehmen zwischen 2008 und 2010 mit 85 Prozent tatsächlich neu geschaffener Arbeitsplätze die größte Beschäftigungsquote aufwiesen.

Vielleicht sollten wir als Jobcoaches und Berater unseren Teilnehmern in Gruppen und Projekten in den Gesprächen folgendes deutlich machen:

  • dass große Firmen sehr hohe Ansprüche an die Qualifikation der Bewerber haben
  • dass große Firmen oft keine Arbeitsuchenden einstellen, die schon länger suchen
  • und dass sich bei Großunternehmen viele Menschen bewerben und somit die statistische Wahrscheinlichkeit eines Treffers eher gering ist (Alle 52 Sekunden kommt eine Bewerbung beim Autobauer Audi in Ingolstadt an, das sind mehr als 100 000 pro Jahr – nach ovb-online.de . Und wenige tausend werden nur eingestellt.
  • dass es sich daher lohnt, sich auch bei mittleren und kleinen Unternehmen zu bewerben.

Übrigens: Auf dem ehemaligen Opel Gelände wird nach verschiedenen Masterplänen die Ansiedlung von mittelständischen Unternehmen unterschiedlichster Branchen befürwortet und aktiv geplant.

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Existenzgründung – eine Chance für Arbeitsuchende?

Mit Peter M. Urselmann vom Existenzgründerzentrum .garage und Weiterbildungsinstitut WbI sprach ich über Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit, die häufigsten Fehler dabei und über die Angebote für Existenzgründer.

Herr Urselmann, wie sind Ihre Erfahrungen mit Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit?
Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit kann zum einen die Umsetzung eines lang gehegten Wunsches nach Selbstständigkeit sein und zum anderen die zwangsläufige Alternative, wenn man keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bekommt. Beides kann sehr wohl erfolgreich sein.

Gründungen aus Arbeitslosengeld I heraus können mit dem Gründungszuschuss für die ersten sechs Monate gut abgefedert werden. Wer in dieser Zeit schon eine gute Auftragslage hat, sollte diese zusätzlichen Einnahmen entweder für schlechte Zeiten zurücklegen oder mit gebotener Vorsicht in sein Unternehmen investieren. Allerdings ist der Gründungszuschuss inzwischen nur noch eine Ermessens- und keine Pflichtleistung der Arbeitsagentur mehr. Daher sollte man sich vor der Beantragung bei einem Gründerzentrum beraten lassen.

Gründer, die sich aus Arbeitslosengeld II heraus selbstständig machen, haben es in der Regel schwerer, da sie keine Rücklagen haben und mit dem Einstiegsgeld nur einen geringen Betrag für die Umsetzung ihrer Geschäftsidee zusätzlich zur Verfügung haben. Wer aber keinen Arbeitgeber findet, der ihn in Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt, kann vielleicht mit seinem Angebot z. B. freiberuflich für viele kleinere Aufträge unterschiedliche Kunden gewinnen und sich damit schrittweise aus der Abhängigkeit der Transferleistungen bewegen.
Insgesamt sind meine Erfahrungen mit Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit sehr gut. Dieser subjektive Eindruck wird unterstützt durch unterschiedliche wissenschaftliche Untersuchungen, u. a. durch das der Bundesagentur für Arbeit nahe stehenden IAB, das selbst die an den Stammtisch schlecht geredete ICH-AG in einer Langzeitstudie als erfolgreich bewertet hat.

Muss man als ExistenzgründerIn ein bestimmter Typ sein, um Erfolg zu haben?
Sicher sind hier einige persönliche Eigenschaften von Vorteil. Beispielhaft sei erwähnt, dass der Gründer nicht introvertiert sein sollte, denn er muss in der Lage sein, auf Menschen zuzugehen und seine Produkte bzw. Dienstleistungen zu verkaufen. Die Fähigkeit zur Selbstkritik, Veränderungsbereitschaft und Entscheidungsfreudigkeit sind für Unternehmer wichtig. Schwer haben es sicherlich auch Menschen, die beratungsresistent sind. Der Typ des angehenden Unternehmers sollte sich deutlich von der klassischen Vorstellung eines Beamten unterscheiden. Wer allerdings der Meinung ist, dass man als Selbstständiger automatisch weniger arbeiten und mehr verdienen würde, sollte sich zunächst mit der Realität von Existenzgründern auseinandersetzen.

Welche Fehler werden am häufigsten gemacht?
Viele Existenzgründer nehmen sich zu wenig Zeit für ihre Planungen und Recherchen in der Vorgründungsphase. Überhastete Gründungen, weil es z. B. angeblich ein bestimmtes Ladenlokal nur jetzt und später nicht mehr gibt, sind fatal. Frei stehende Ladenlokale gibt es auch in Zukunft ausreichend. Und bei der Auswahl sollte nicht eine persönliche Vorliebe (z. B. unmittelbare Nähe zur Privatadresse des Gründers) entscheidend sein, sondern ausschließlich sachliche Kriterien. Der Businessplan sollte nicht als Voraussetzung für die Beantragung öffentlicher Fördermittel gesehen werden, sondern in erster Linie als Leitfaden, um das eigene Geschäftsmodell in allen Punkten – auch in der Finanzplanung – durch die Verschriftlichung zu Ende zu denken.

Ferner unterschätzen Gründer vielfach die Bedeutung der Kundenakquise. Das beginnt damit, dass nicht ausreichend über die Zielgruppe und über die Marketinginstrumente nachgedacht wird, mit denen man diese Zielgruppe adäquat erreichen kann. Und es endet oft damit, dass nicht ausreichend Zeit für persönliche Vertriebsaktivitäten vorgesehen wird. Viele Jungunternehmer beschränken den Großteil ihres Umsatzes auf einen Hauptkunden. Abgesehen von der Problematik der Scheinselbstständigkeit stellt diese Abhängigkeit ein großes Risiko dar.

Welche Hilfen bieten Sie mit .garage an?
Die .garage dortmund ist bekannt geworden durch ihren Gründungsinkubator, einem Unterstützungsprojekt für Existenzgründer, die in einem Großraumbüro einen Arbeitsplatz haben und nach einem strukturierten Ablaufplan ihre Gründung vorbereiten und umsetzen.
Neben dieser Vollzeitvariante bietet die .garage jedem Gründer und bereits Selbstständigem individuelle Existenzgründungs- und Unternehmensberatung mit dem Ziel an, den Kunden erfolgreich zu machen. Hierfür hat die .garage ein Team von Experten und Fachleuten im Einsatz. Dabei werden öffentliche Fördermittel optimal ausgenutzt. Jedem Interessenten bietet die .garage ein gebührenfreies Erstgespräch an.

Wie kommen Existenzgründer an ihre Kunden?
Jeder, der sich selbstständig macht, sollte seine Kontakte nutzen, ggf. alte Kontakte reaktivieren und Netzwerke systematisch auf- und ausbauen. Gründer dürfen keine Angst vor Aquise haben. So wertvoll Logo, Visitenkarten, Flyer, Homepage usw. sind: Man kann Akquise auch ohne alledem machen – nämlich durch eigenen Einsatz. Wer hier noch nicht fit ist – wie die meisten Gründer -, sollte das lernen und trainieren. Wie behalten Gründer die Motivation?
Wichtig ist hierfür der regelmäßige Austausch mit anderen Gründern, das Feedback eines Coachs und positives Denken. Kleine Teilerfolge sollten auch entsprechend „gefeiert“ werden. Wenn andererseits der Markt nicht so reagiert, wie man das erwartet, sollte man es als Herausforderung sehen, sein Konzept entsprechend anzupassen.

Wie können Gründer ihr Risiko und  ihren Finanzierungsbedarf gering halten?
Man sollte jede Ausgabe und jede geplante Investition auf ihre Notwendigkeit hin überdenken. Muss z. B. am Start einer Selbstständigkeit ein neuer PC oder ein neues Auto angeschafft werden oder kann man nicht zunächst auf Gebrauchtes zurückgreifen? Durch die Vernetzungen von Existenzgründern untereinander können im Team gegenseitig Hilfestellungen erfolgen, die Geld sparen, und Synergieeffekte geschaffen werden.

Welche Tipps können Sie unseren Leserinnen und Lesern noch geben?
Gründer sollten sich viel Zeit für die Vorbereitung und Prüfung ihrer Geschäftsidee nehmen und sich dabei durch einen Berater „Struktur“ geben lassen. In der .garage werden deshalb von den Gründern u. a. eine Konkurrenzanalyse und vor allem eine Markterkundung durchgeführt. Für die Markterkundung erarbeitet der Gründer mit einem Marketingexperten eine Umfrage unter ganz bestimmten Kriterien, um festzustellen, ob der Markt überhaupt Potenzial für diese Geschäftsidee hergibt. Unser Projekt „104 im Quartier“ bedeutet, dass 104 Personen (keine Freunde und Bekannten) der analysierten Zielgruppe befragt werden, z. B. was sie bereit wären für eine entsprechende Dienstleistung zu zahlen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass diese Form der Markterkundung das wichtigste Element auf dem Weg zur Gründung ist.

Herr Urselmann, vielen Dank für das Interview!

Weitere Infos unter:
www.garagedortmund.de

www.weiterbildungsinstitut.de
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