Es gibt im Job unterschiedliche Phasen!

Viele haben es in ihrem Berufsleben schon gemerkt: Es gibt unterschiedliche Jobphasen. Lynda Gratton hat dies in ihrem Buch Job Future anschaulich beschrieben: Berufliche Werdegänge verlaufen oft nicht mehr in der Reihenfolge: Ausbildung, Berufstätigkeit, Rente.

Stattdessen werden die traditionellen Berufswegverläufe durch weitere Phasen ergänzt: Zeiten der Berufsausbildung und der Jobausübung wechseln sich mit Zwischenzeiten wie Arbeitslosigkeit oder Neuorientierung ab. Als nächstes folgt dann vielleicht wieder eine Lernphase (Weiterbildung, Umschulung), dann ein Neueinstieg, anschließend eine weitere Zeit der Berufsausübung.

Gründe dafür sind die Rationalisierung und Globalisierung der Arbeit, demographische Faktoren wie die gestiegene Lebenserwartung oder geburtenstarken Jahrgänge (1955 – 1969). Das kann im Einzelfall so aussehen, dass jemand nach einer Berufsphase eine Weiterqualifizierung oder ein Studium macht, eine Zeitlang in einem sozialen Projekt im Ausland arbeitet, nach einer Erwerbsphase ein Sabbatjahr macht, mit 60 noch Unternehmer wird und freiberuflich arbeitet oder, oder, oder…

Gerade für die Arbeit in 50Plus-Projekten hat dieses Phasenmodell eine große Bedeutung. So lassen sich auch unübliche berufliche Biografien lesen und sinnvoll fortsetzen. Hier habe ich für Sie ein Arbeitsblatt zum Download erstellt, in das man seine Berufsphasen eintragen kann, um den persönlichen Berufsweg-Verlauf darstellen zu können.

P.S.: Natürlich ist in diesem Zusammenhang auch der Staat gefragt, z. B. mit angepassten Sozialgesetzen, damit diese Berufsphasen ermöglicht und sozial begleitet werden können.
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Machen Sie nicht irgendeinen Job!

Im Job bleiben? Den Beruf wechseln? Etwas ganz anderes machen? Die Urlaubszeit ist genau der richtige Zeitraum, um in einem Bestseller über Traumberufe, Aussteigen und Neuanfänge ganz entspannt zu schmöckern.

Die drei Autoren des Buches “Das ‘Escape Manifest” sind aus ihren Management-Jobs in der Londoner City ausgestiegen und ermutigen in ihrer Community “Escape the City” weltweit viele tausend Menschen, nach erfüllenden und passenden Jobs zu suchen. Sie helfen durch Schulungen, Stellenanzeigen und ein ausgedehntes Netzwerk, solche Jobs auch zu finden.

In diesem Buch geht es darum, ausgetretene Pfade zu verlassen, Gedankenblockaden (Das geht nicht! Was sollen die anderen denken? Das schaffe ich nicht!) zu überwinden und sich nach neuen Möglichkeiten umzuschauen. Dazu gibt es viele praktische Tipps, Beispiele und Internet-Adressen. Auch die Frage nach Sicherstellung der persönlichen Finanzen wird auf 30 Seiten ausführlich behandelt.
Besonders gefallen haben mir die Überlegungen zum Thema “Bewerbungsgespräche als echter Mensch führen” (S. 202),  ich habe diese Tipps in der Praxis ausprobiert, und sie funktionieren!

Fazit: Das Buch ist anregend, unterhaltsam, motivierend und eine Fundgrube “für jeden, der in seinem Büro sitzt und davon träumt, was es wohl sonst noch im Leben gibt” (so steht es auf der Rückseite des Einbands).

Rob Symington, Dom Jackman und Mikey Howe:
Das Escape-Manifest, GABAL-Verlag, 312 Seiten, 25,60 Euro ISBN: 9783869365541
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Kreativität bei der Jobsuche!

Bei der Jobsuche sind kreative Lösungen wichtig. Sonst verlieren Sie sich schnell auf eingefahrenen Wegen und suchen da, wo alle suchen. Sind Sie offen für Veränderungen oder suchen Sie nach genau dem gleichen Job, den Sie vorher auch schon hatten?

Ich habe für Sie  hier eine Übersicht entwickelt, für welche Veränderungen Sie beim Wechsel vom alten in einen neuen Job aufgeschlossen sein sollten:

Nehmen wir zum Beispiel den Bereich “Neue Arbeitsformen. Das könnte für Sie vielleicht heißen, dass Sie es mal als FreiberuflerIn versuchen oder nach einer Phase der Selbständigkeit ins Angestelltenverhältnis zurückkehren.

Veränderungen im Bereich “Wege der Vermittlung” könnten für Sie bedeuten: Sie verschicken nicht nur einfach Bewerbungen, sondern lassen private Job-Vermittler für sich suchen oder Sie gehen bei der Jobsuche über Personalberatungen oder Job-Netzwerke, wie z.B. das Netzwerk-Arbeit.

“Neue Kunden” suchen hieße, dass Sie sich auf eine neue Zielgruppe fokussieren. Sind Sie im Sozialwesen tätig, würde das z.B. bedeuten, dass Sie nun mit Jugendlichen statt Senioren arbeiten – oder umgekehrt!

Setzen Sie Ihre Kreativität ein. Der Trainer Myron Rush sagt: „Jeder Mensch ist kreativ“, und ich finde, er hat recht.
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Erzählen Sie Ihre Story!

Wie sind Sie dort hingekommen, wo Sie heute sind? Wie sah Ihre persönliche berufliche Reise aus? Vor Bewerbungsgesprächen ist es hilfreich, wenn Sie sich die Geschichte Ihrer beruflichen Reise aufschreiben. Gerade bei nicht gradlinigen Lebensläufen ist diese Übung von hoher Bedeutung.

Doch was macht eine gute Story eigentlich aus? Die wichtigen Elemente einer Geschichte sind:
  • ein Held (also Sie)
  • ein Problem
  • ein Gegner
  • die Krise
  • das Happy End

Der Vorteil: Aus Ihren Schwächen können Stärken werden. Bauen Sie in Ihre Geschichte die Überwindung von Problemen (z. B. gesundheitliche Einschränkungen, schwierige Ausgangsverhältnisse, unverhoffte Arbeitslosigkeit…) ein. Ihre Schwächen und Schwierigkeiten werden so durch eine anschließende Problemlösung in Stärken und Erfolge umgewandelt.

Hier die passenden Fragen für “Ihre Story“:
  • Wie war Ihre Ausgangssituation?
  • Wer waren Ihre Gefährten/Unterstützer?
  • Was waren Ihre Widerstände (Gegner)?
  • Warum kam es zur Krise und wie haben Sie sie bewältigt?
  • Was ermöglichte schließlich den Sieg oder den Erfolg?
  • Was haben Sie aus der Geschichte gelernt?

Mit diesen Fragen können Sie, auch wenn Sie ein ungeübter Schreiber sind, innerhalb von 30-45 Minuten „Ihre Story“ aufschreiben – eine Story, die oft originell und überraschend ist. Diese Geschichte lässt sich dann gut in passenden Situationen, wie z.B. einem Bewerbungsgespräch, erzählen.

Mein Tipp: Schreiben Sie in den nächsten Tagen Ihre berufliche Story auf, um sie in einem Gespräch flüssig erzählen zu können.

(nach Eberhard Hauser, Heldenreise)
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Echt sein – wichtig für den Beratungserfolg

Wie kann ich als Job-Berater oder Vermittler eine gute Beratungsatmosphäre beeinflussen? Und wie baut der/die zu Beratende Vertrauen auf, damit die grundlegenden Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vermittlungsarbeit gegeben sind?

Der Schlüssel dazu liegt, meiner Meinung nach, in der Echtheit und Identität des Beraters: Präsentieren Sie sich offen und ehrlich als Wegbegleiter bei der Arbeitssuche, als Scout, der auch nicht alles weiß und als normaler Mensch mit Stärken und Schwächen? Oder wollen Sie ein makelloses Bild wie aus einer Hochglanzbroschüre vermitteln? Um Vertrauen bei Ihrem Gegenüber zu gewinnen, sollten Sie sich über Ihre Identität als Berater Gedanken machen.

Identität hat mit verschiedenen Faktoren zu tun:
  • Was ist Ihnen wichtig?
  • Was macht Ihnen Freude?
  • Wie ist Ihr Lebensweg verlaufen?
  • Wie sahen / sehen Ihre beruflichen Lehr- und Wanderjahre aus?
TeilnehmerInnen beobachten und analysieren BeraterInnen und TrainerInnen ganz genau: Was ist das für ein Mensch? Was ist ihm wichtig? Wie denkt er wirklich über mein Anliegen? Will er mich zu irgendeinem fremden Ziel bringen? Hat auch er Spaß an der Sache? Ist er motiviert? – Verspüren TeilnehmerInnen da Widersprüchlichkeiten, entwickelt sich Widerstand.

Echtheit heißt auch, dass Sie als BeraterIn oder TrainerIn nicht nur als Fachperson in Erscheinung treten, sondern sich auch als Mensch dem Teilnehmer zu erkennen geben. Das Maß der Offenheit bestimmen Sie natürlich selbst und es hängt natürlich auch von der Situation ab.

Mein Tipp: Probieren Sie aus, welcher Grad der Offenheit zu Ihnen passt. Wenn Sie mögen, schreiben Sie mir über Ihre Erfahrungen..

Mit herzlichem Gruß aus dem Ruhrgebiet,
Reinhard Kröger

Foto: Creative Commons Filter Forge
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