Jobakquise ist Verkauf!

In meinen Seminaren für Bildungsträger und Transfer-Firmen werde ich häufig zum Thema Jobakquise befragt. Wie kommen wir an die passenden Jobs für Teilnehmende von Projekten? Meine Philosophie in diesem Zusammenhang ist sehr einfach: Jobakquise ist Verkauf und unterliegt damit denselben Gesetzmäßigkeiten wie jede Verkaufstätigkeit!

Zum Thema Verkauf wurden schon jede Menge Bücher geschrieben, wie z. B. das Buch “Umsatz extrem” von Dirk Kreuter, einem der bekanntesten Verkaufstrainer Deutschlands. Dirk Kreuter kommt aus dem Vertrieb und liefert uns eine Menge Gedanken und praktische Vorgehensweisen, auch für die Jobakquise. Einige davon habe ich für Sie hier aufgelistet:
  1. Der Kuchen ist groß. (Es gibt also eine Menge Jobs!)
  2. Welche Unternehmen sind A-, B-, C-Kunden? (Welche Ihrer Kontaktunternehmen stellen wirklich Menschen aus Ihren Projekten ein?)
  3. Was entgeht Ihren Kontaktunternehmen, wenn sie Ihr Angebot nicht annehmen (=keine Projektteilnehmer einstellen)?
  4. Die Genauigkeitsfalle: Warum Ihre Bewerber nicht optimal sein müssen!
  5. Die Folgen der Faulheit: Warum Sie Akquise nicht nebenbei betreiben können
  6. Warum man Firmen auch aussortieren muss!
  7. Individuelle Lösungen für Angebote an Unternehmen
  8. Absagen einstecken (Das Prinzip der extremen Schmerzfreiheit)
Dirk Kreuter schreibt “ohne Filter” und bringt Sie auf neue Ideen zum Verkauf, lässt Sie Ihre bisherige Praxis überdenken und empfiehlt interessante Strategien.

Fazit: Sie müssen nicht alles so durchführen, wie Dirk Kreuter es vorschlägt, aber Sie können viel von ihm lernen. Wenn Sie wissen wollen, was erfolgreiche Akquise mit Richard Gere zu tun hat, dann lesen Sie dieses Buch ;-) .

Dirk Kreuter, Umsatz extrem, Linde Verlag, Wien 2013,
gebundene Ausgabe: 232 Seiten, 19,90 €
ISBN-10: 370930511X
ISBN-13: 978-3709305119
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Wie helfe ich anderen, einen Job zu finden?

Als Jobcoach habe ich langjährige Erfahrung dabei, anderen bei der Jobsuche zu helfen. Das Schöne daran ist: Ich kann durch meine externe Perspektive schnell Probleme aufdecken und Lösungen anbieten, die dem Jobsuchenden durch seine interne Sicht vielleicht verborgen sind.

Wenn Sie einem Jobsuchenden helfen wollen, dann schlage ich folgende Vorgehensweise vor:

1. Das Wichtigste sind die Wünsche und das Profil des Jobsuchenden. Die Wünsche bekommen Sie in einem Gespräch heraus, das Profil z. B. mit Hilfe von Arbeitsblättern aus meinem kostenfreien E-Book “Es gibt Arbeit!”.

Ein Job-Profil besteht aus: Fähigkeiten (E-Book, Seite 9-12), Kenntnissen (E-Book Seite 13-14), Werten (E-Book, Seite 15-16) und der körperlichen Eignung (Feststellung z. B. durch eine arbeitsmedizinische Untersuchung)

2. In einem nächsten Schritt erarbeiten Sie zusammen mit dem Jobsuchenden eine Zielgruppenermittlung (E-Book, Seite 17-18). Mit Hilfe dieser Übung kommen Sie von den ersten Wunschvorstellungen zu realistischen und erreichbaren Zielen des Jobsuchenden.

3. Als nächstes sollte systematische Internet-Recherche (E-Book, Seite 25-27) und Adressrecherche auf dem Plan stehen. Danach ist konsequentes Ansprechen von Unternehmen (E-Book, Seite 30-35) gefragt. Dies erfordert natürlich eine angemessene Portion Zeit (Siehe mein Interview mit Hans Georg Willmann).

Im Normalfall erzielen Sie nach so einer Vorbereitung auch gute Ergebnisse. Seien Sie aber nicht enttäuscht, wenn sich diese Ergebnisse nicht sofort einstellen und weisen Sie den Jobsuchenden auf das Prinzip der Marketing-Pipeline hin.

 

 

 

 

 

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Motivationsfilme 2

“Wir waren jung und hatten nichts. Für uns war Deutschland genau das richtige…
Wie angekündigt, jetzt die Besprechung eines weiteren Motivationsfilms: “Russendisko”. Der Film nach dem Buch von Wladimir Kaminer hat jede Menge exzellente Musik und viele witzige Szenen. Die Story: Drei junge Russen kommen im Juni 1990 aus Russland nach Ostberlin. Sie sind dicke Freunde, versuchen sich zurechtzufinden und sich eine Existenz aufzubauen. Auf mögliche Partnerinnen treffen sie natürlich auch ;-) . Der Film besticht durch das Lebensgefühl des Umbruchs, er nimmt Sie mit hinein in die Aufbruchstimmung dieser Zeit.

Mein Fazit aus dem Film: Das Leben ist trotz aller Schwierigkeiten schön, es sind alle Dinge möglich, wenn man etwas anfängt und nicht locker lässt.

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“Glück ist, im richtigen Moment gut vorbereitet zu sein!”

Ich hatte wieder die Möglichkeit, einen bekannten Fachmann für Berufsstrategie und Bewerbung zu interviewen: Hans Georg Willmann, Autor von “In 90 Tagen aus der Arbeitslosigkeit” sprach mit mir über den langem Atem, den man bei der Jobsuche haben muss und über die richtige Vorbereitung.

1. Hat jeder, der Ihr Buch liest, in 90 Tagen einen Job?
Nein, da muss ich die Kirche im Dorf lassen. Mein Buch gibt eine solide Anleitung, wie man seine Chancen auf einen neuen Job deutlich erhöhen kann. Ein individuelles Job-Coaching kann es jedoch nicht ersetzen. Menschen, die zu mir ins Coaching kommen, können in der Regel in 90 Tagen einen neuen Job realisieren – aber natürlich hängt das stark von der jeweiligen Ausgangslage und den Vorstellungen ab.

2. Wie viele Stunden Arbeit in der Woche muss ich für die Jobsuche einsetzen?
Die Jobsuche ist ein Fulltime-Job. Wenn jemand konsequent und systematisch, parallel, schnell und viel macht, heißt das: mindestens 4 Stunden am Tag aktiv sein. Je nach Aktionsumfang, z. B. der Besuch von Jobmessen, Auffrischungskurse in EDV oder Sprachen etc., können daraus auch schnell bis zu 8 Stunden Aktivität am Tag werden.

3. Wie kann ich meine Motivation nach oben bringen?
Das ist eine wichtige Frage! Denn anders als bei der täglichen Erwerbsarbeit, bei der man am Ende des Tages zumindest das Erfolgserlebnis hat, etwas geschafft zu haben, ist die Bewerbungsarbeit erst dann zu Ende, wenn der Arbeitsvertrag unterschrieben ist. Das kann sich länger hinziehen, und auch 3 Monate sind eine lange Zeit. Die Motivationskurve geht dabei erfahrungsgemäß auf und ab. Es hilft seine Motivation aufrecht zu erhalten, wenn man sich a) vor Augen führt, dass es zwar länger dauern kann, aber dass „sich bewerben“ eine endliche Aufgabe ist, b) dass Absagen zum „Spiel“ dazu gehören und c) sich zwischendurch bewusst immer wieder etwas zu gönnen, einen Spaziergang in der Sonne, einen Kinobesuch oder etwas Leckeres kochen. Wichtig ist auch das soziale Umfeld. Wer sich in der Familie oder ehrenamtlich ein wenig betätigt, erhält durch sein Umfeld Anerkennung und Wertschätzung, und das ist gut für die Motivation.

4. Wie sollte meine Tagesgestaltung sein?
Strukturiert! Stehen Sie jeden Morgen auf, als ob Sie zur Arbeit gehen, gehen Sie jeden Abend zu Bett, als ob Sie am nächsten Morgen zur Arbeit gehen. Teilen Sie sich den Vormittag und den Nachmittag ein – wie Sie es bei der Erwerbsarbeit auch tun. Erfahrungsgemäß eignet sich der Vormittag gut, um bei potenziellen Arbeitgebern anzurufen. Diese müssen natürlich zuvor gut recherchiert worden sein, d. h. am Nachmittag kann man sich im Internet über die Firmen schlau machen, die man am Folgetag morgens anrufen wird. Sobald das Telefonat geführt ist und die Firma Interesse an den Bewerbungsunterlagen hat, sollten diese fertiggestellt und versandt werden.

5. Wie kann ich Arbeitspläne aufstellen?
„Was“ mache ich „wann“, „wie lange“ und „wie“? Das sind die vier „W-Fragen“ für einen Arbeitsplan. Wichtig ist noch zu priorisieren, d. h. beim „Was“ zu schauen, was am Wichtigsten ist. Z. B. sollten ein Anruf bei einer Firma und das Versenden der Bewerbungsunterlagen immer in zeitlicher Nähe stehen. Also nicht erst 100 Firmen anrufen und drei Wochen später die Bewerbungsunterlagen abschicken.

6. Und wenn ich mich nicht an die Pläne halte?
Gute Frage! Das ist menschlich. Wir nehmen uns ja in der Regel immer viel vor, die Umsetzung unserer Absicht in die Tat bleibt aber häufig auf der Strecke. Da hilft es, a) sich Unterstützung zu suchen, d. h. jemanden zu haben, der nachfragt, ob man dies oder jenes gemacht hat, b) Ablenkungen auszublenden, d. h. sich zumindest für eine gewisse Zeit auf die Bewerbungsarbeit zu konzentrieren und c) sich selbst für getane Bewerbungsarbeit zu belohnen, d. h. sich nach einem schwierigen Anruf bei der Firma und dem Versenden der Bewerbung etwas zu gönnen.

7. Hat das nicht auch alles mit Glück zu tun?
Glück ist, im richtigen Moment gut vorbereitet zu sein! Wenn ich arbeitslos werde und mich davor nicht darum gekümmert habe, „startklar“ fürs Bewerben zu sein (Lebenslauf auf den neusten Stand bringen, neues Bewerbungsfoto anfertigen lassen, alle Zeugnisse sauber eingescannt haben, überlegt haben, was man wo arbeiten will und kann), bin ich nicht vorbereitet, wenn ich eine Stellenanzeige finde. Wenn ich nicht weiß, wer ich bin und was ich kann und was ich will, bin ich nicht vorbereitet, wenn ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werde. „Glück“ wird überschätzt, oder vielleicht besser gesagt, dem Glück wird zu viel aufgelastet, für das man selbst nicht verantwortlich sein will.

8. Welche Fehler werden häufig gemacht?
Viel zu wenige Bewerbungen! Viel zu unspezifische Bewerbungen! Die Bewerbungsstandards der Firmen werden zu selten eingehalten! Darüber hinaus: Über- oder Unterschätzung der eigenen Fähigkeiten! Überzogene Vorstellungen bezüglich des Gehalts! Generell unrealistische Vorstellungen, was auf dem Arbeitsmarkt zu realisieren ist.

9. Welche Tipps können Sie noch geben?
a) Sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten, bedeutet nicht: Ich verliere nie meinen Job und wenn doch, dann habe ich persönlich versagt, sondern schlicht: Ich bin im Stande, einen neuen Job zu finden.

b) Auch wenn Sie in einem festen Job sind, halten Sie sich immer „startklar“ fürs Bewerben. Der Arbeitsmarkt im 21. Jahrhundert hat sich massiv verändert. Beschäftigungsverhältnisse sind manchmal das Papier nicht wert, auf dem Sie unterschrieben haben. Da ist es gut, immer wieder einmal die Marktwitterung aufzunehmen und zu schauen, welche Firmen welche Leute suchen, seine Bewerbungsunterlagen auf Stand zu halten und vor allem zu wissen, wer man ist, was man kann und was man will.

c) Wenn es alleine mit der Jobsuche längere Zeit nicht klappt, dann lieber einen guten Jobcoach aufsuchen, als monatelang herumzudoktern und zu verbittern. Ich erlebe immer wieder verbitterte Menschen, die jahrelang nach einem Job suchen, Hunderte von Bewerbungen schreiben und zu dem Schluss kommen, dass die Welt böse ist und das alles nichts bringt. Das muss nicht sein. Alleine dreht man sich oft im Kreis und betoniert die immer gleichen (Bewerbungs-)Fehler. Ein neutraler und professioneller Coach (der etwas von seinem Job versteht) kann da recht zügig die Knackpunkte aufdecken und helfen!
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Lebenslanges Lernen!

„Also lautet der Beschluss, dass der Mensch was lernen muss”: Was Wilhelm Busch in Reimform uns näher bringt, gilt auch für Jobsuchende und ihre Berater: Das Prinzip des lebenslangen Lernens.

Lebenslanges Lernen ist einer der wichtigen Bausteine für den beruflichen Erfolg. Ein faszinierendes Buch (fast vergriffen) zu diesem Thema ist von James Bach: Die Freibeuter Strategie. Bach ist in den Beruf des Softwaretesters bei Apple quasi hineingestolpert und zeigt uns, wie man lebenslang lernen kann, anhand von “Gefährlichen Gedanken”, “Meeren des Wissens”, “Schatzkarten”, “Kundschaftern” und eben “Freibeutern”.  
  • Wie kann ich lernen?
  • Was sollte ich lernen?
  • Wo kann ich lernen?
  • Was zählen Abschlüsse?
Diese Fragen werden mit vielen Beispielen praxisnah beantwortet, gleichzeitig erzählt uns James  Bach seine Lebensgeschichte. Es geht in diesem Buch nicht um das schulische Lernen, sondern um selbstbestimmtes Lernen, was oft von einer ganz anderen Art ist.

Wie kommen Sie außerhalb der klassischen Wege zu qualitativ hochwertiger Bildung? Indem Sie als Freibeuter vorgehen: Neugierde, individuelle Lernmethoden, das Angehen von Problemen und das Erzählen von Geschichten helfen dabei. Fazit: So kann Lernen Spaß machen!

Gebrauchte Exemplare finden Sie unter buchpreis24, beim Verlag müssten auch noch einige Exemplare sein.
James Marcus Bach: Die Freibeuter Strategie – Durch selbstbestimmtes Lernen zum Erfolg, Verlag Antje Kunstmann, 232 Seiten, 19,80€
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