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Das Jobtrainer-Blog in neuer Optik!

Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie dieses Blog schon länger verfolgen, werden Sie es sofort gemerkt haben: Das Jobtrainer-Blog hat eine neue Optik!

Gleichzeitig haben wir auch dafür gesorgt, dass das Blog jetzt auch auf dem Tablet oder Handy besser zu lesen ist. Inhaltlich bleibt der rote Faden erhalten, Sinn und Zweck dieses Blogs ist weiterhin:

  • Sie allgemein über Jobtrends, wirklich passende Jobs und Vermittlung in Arbeit zu informieren
  • Jobcoaches, Beratern und Dozenten in Arbeitsmarktprojekten Tipps, Strategien und Material zur Verfügung zu stellen

Ich habe in  den letzten Jahren viel positives Feedback von Jobcoaches und Beratern bekommen, die Teilnehmerausgabe des E-Books „Es gibt Arbeit! So finden Sie Ihren Job!“ wurde vielfach heruntergeladen. Den Kontakt zu den Anwendern möchte ich in der nächsten Zeit noch verstärken, zu diesem Zweck bitten wir jetzt beim Download des E-Books um Angabe der E-Mail Adresse und des Namens.

Was ist in der nächsten Zeit auf dem Jobtrainer-Blog zu erwarten?

Folgende Themen habe ich für Sie unter anderem geplant:

  • Was brauchen Jobcoaches und Dozenten in Arbeitsmarktprojekten?
  • Zielgruppenermittlung – der zentrale Punkt beim Jobcoaching!
  • Wie motiviere ich Gruppen?
  • Wie werde ich Jobcoach?
  • Wie kann ich Job-Ideen für vorhandene Lebensläufe entwickeln?

Wenn Sie weitere Themenvorschläge haben, schreiben Sie mir bitte. Ich hoffe, dass mir möglichst alle treuen Leserinnen und Leser des Blogs erhalten bleiben und ich noch viele neue Interessenten hinzugewinne. Empfehlen Sie das Blog gerne weiter!

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare, Ideen und Tipps.

Mit herzlichen Grüßen aus dem Ruhrgebiet,
Reinhard Kröger

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MigrantInnen in Arbeit vermitteln

Wie lassen sich Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund am besten in Arbeit vermitteln?

Diese Frage wird gerade intensiv und kontrovers in allen Medien diskutiert. In meinen Vermittlungsprojekten habe ich schon häufig MigrantInnen in Arbeit vermittelt. Wichtig für eine erfolgreiche Vermittlung sind vor allem vier Punkte:

1. Benutzung einer einfachen Sprache
Egal ob Sie Ihrem Gegenüber die Tätigkeit im Jobangebot genauer erklären, seine Fähigkeiten herausarbeiten oder gemeinsam herausfinden, ob sein Profil  zum Job passt; es sollte in verständlicher und einfacher Sprache passieren.

2. Verwendung eines praktikablen Vermittlungskonzeptes
Dazu gehört ein überschaubares Profiling, eine aussagefähige Zielgruppenermittlung (in welche Jobs, Berufe kann der Teilnehmende vermittelt werden) und geeignetes Job-Marketing. Machen Sie mit dem Jobsuchenden keine lange und theoretische Lebenslaufanalyse und geben Sie ihm nicht Dutzende Seiten, die er ohne Anleitung ausfüllen muss! Arbeiten Sie mit ihm lieber an einem Schritt-für-Schritt-Konzept, an das sich alle MitarbeiterInnen des Vermittlungsteams halten und dass für jeden Schritt sinnvolle und aufeinander aufbauende Übungen enthält. Ein solches einfaches und strukturiertes Vermittlungskonzept finden Sie zum Beispiel in meinem E-Book.

3. Individuelle und ermutigende Betreuung
MigrantInnenen auf Jobsuche brauchen (wie jeder andere auch) eine persönliche Begleitung, die möglichst viel Ermutigung und Motivation beinhaltet. Eine gute Beratung ist nicht auf Defizite, sondern auf Chancen und Möglichkeiten ausgerichtet und lebt von der Authentizität des Beraters. Richard N. Bolles, einer der bekanntesten Experten für Jobcoaching, bringt es auf den Punkt: Am Anfang der Beratung steht der Klient/die Klientin. Ziel ist, dass deine KlientInnen selbständig handeln und sich selbstwirksam erleben. Sie haben mehr Power und Optionen, als sie oft selbst meinen.

4. Hilfestellung von Jobcoaches bei der Herstellung von persönlichem Kontakt zwischen Jobsuchenden und Arbeitgeber
Für die Firmenansprache werden Sie als Scout 🙂 gebraucht!  Es ist von Vorteil, wenn Sie als Jobcoach den Erstkontakt zum potentiellen Arbeitgeber herstellen und den bisherigen Berufsweg Ihres Klienten erklären. So können Sie eventuellen Sprachbarrieren vorbeugen und vorschnelle Urteile über den Jobsuchenden im Erstgespräch vermeiden.

Bei Beachtung dieser 4 Punkte lassen sich beachtliche Vermittlungs-Erfolge erzielen. Ich freue mich auch in diesem Fall über Kommentare, ergänzende Tipps und mehr.

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XING für Jobcoaches, Berater und Dozenten!

Die Online-Plattform für Businesskontakte zählt mittlerweile über 10 Millionen Mitglieder. So können Sie XING als Jobcoach einsetzen.

1. Einsatz bei der Beratung von Teilnehmenden in Arbeitsmarktprojekten:
Besonders bei der Jobsuche für Fachkräfte ist die Erstellung eines XING-Profils ein guter Weg, um den zu Beratenden mit interessanten Firmen in Kontakt zu bringen. Wie so etwas geht, erfahren Sie z.B. beim XING-Experten Joachim Rumohr. Sie sollten natürlich selbst mit der XING-Plattform absolut vertraut sein, um Teilnehmende kompetent beraten zu können.

2. Stärkung Ihres eigenen beruflichen Profils
Was für die Beratung von Jobsuchenden gilt, gilt genauso auch für Sie als Berater. Wenn Sie selbständiger Dozent oder Coach sind, ist XING sicherlich schon längst Teil Ihrer Marketing-Aktivitäten. Aber auch als Angestellter können Sie davon profitieren. Sie können XING für die Weiterentwicklung Ihrer beruflichen Situation einsetzen. Voraussetzung dafür ist Ihr aussagefähiges, sorgfältig getextetes Profil mit einem aktuellen sympathischen Foto :-).

Wenn Sie als Jobcoach oder Dozent einen Job suchen, finden Sie dort Bildungsträger und Jobangebote sowie Gruppen, in denen Sie Ihren Tätigkeitswunsch posten können. Weiterhin können Sie bei XING Kontakt zu Entscheidern bei Bildungsträgern aufnehmen und Mitarbeiter, die in Arbeitsmarktprojekten in Ihrer Nähe arbeiten, persönlich ansprechen. Auch können Sie in den verschiedensten Fachgruppen mitdiskutieren oder Fragen stellen und so jede Menge neue Kontakte knüpfen. Sprechen Sie auch ruhig MultiplikatorInnen aus der Branche an. Wenn Sie dies freundlich und klar tun, ergeben sich manchmal überraschende Möglichkeiten.

Soziale Spielregeln für Azubis und U25

Wer in U25 Arbeitsmarktprojekten unterrichtet, merkt schnell, dass die TeilnehmerInnen über wenig Erfahrung mit den Abläufen und Üblichkeiten in Betrieben verfügen. Dies kann eine Ausbildung oder selbst ein Praktikum scheitern lassen.

Abhilfe bietet hier ein Buch von Ingrid Ehlers und Regina Schäfer: „Die wichtigsten Spielregeln für Azubis“. Im Betriebsalltag müssen die unterschiedlichsten Dinge beachtet werden: Höflicher Umgang mit Kunden, Respektieren der „Reviere“ der Mitarbeiter, Umgang mit der Hierarchie, Grüßen, um Hilfe bitten und sich bedanken, Körperhaltung und Gesten, Verhalten bei Feiern und Betriebsausflügen, Kleidung, Telefonverhalten, Smalltalk…

Für diese „Standardsituationen“ geben Ehlers und Schäfer gute Tipps, erklären gründlich, warum diese und jene Umgangsformen zu empfehlen sind, wie bestimmtes Verhalten auf Außenstehende wirkt und welche Konsequenzen es hat. Man merkt am Sprachstil, dass sie auch Seminare für Azubis machen und sich in die Gedankenwelt dieser Altersgruppe gut hineinversetzen können.

Mein Tipp für Berater und Trainer: Mit den praktischen Beispielen samt Lösungen aus dem Buch, z. B. zum Thema Teamwork oder Kritikfähigkeit, können Sie überzeugende Beratungseinheiten oder Unterrichtsinhalte gestalten. Auch als Vorlage für Video-Trainings eignen sich die Situationen aus dem Buch. 5 Tests zu den beschriebenen Themen runden das Ganze ab.

Fazit: Sehr zu empfehlen, denn, wie es im Buch heißt: „Schulnoten sind nicht alles… soziale Kompetenz nützt“!

Ingrid Ute Ehlers/Regina Schäfer
Bin gut angekommen
228 Seiten, 2014, BW-Verlag
ISBN: 978-3-8214-7687-2

Hier einige Artikel zum Thema Azubis/U25 zum Vertiefen:

Was ist eigentlich mein Traumjob?
Wichtige Internetseiten für die Ausbildungssuche

Neues Material für die Arbeit mit U25 Teilnehmern
Geheimtipp Material für U25

Live-Trainings sind besonders wirksam!

Oft wird in der Öffentlichkeit über die Wirksamkeit von Arbeitsmarktprojekten diskutiert: Sind diese wirklich effektiv? Verhelfen sie Menschen zu Jobs? Oder sitzen die Teilnehmenden nur zusammen und hören sich Theorien über Bewerbungsstrategien an?

Bei theorielastigen Job-Seminaren passiert nach Ende des Seminars oft sehr wenig. Das kann sich ändern, wenn Live-Trainings in den Seminaren eingesetzt werden. In Projekten, in denen ich Live-Trainings verwende, arbeitet die Gruppe an der Lösung der realen Probleme der Gruppenmitglieder. Zum Beispiel erstellen die Teilnehmenden im Kurs Bewerbungsunterlagen für konkrete Jobs und verschicken sie gleich danach als E-Mail.
Sie kontaktieren während der Unterrichtszeit telefonisch Arbeitgeber oder fahren zu Vorstellungsgesprächen. Vorbereitende Schulungen (wie Telefontrainings) werden gleich danach unter Anleitung in die Praxis umgesetzt. So werden Anfangsängste, Scheu vor Selbstmarketing oder praktische Probleme (wie z. B. Internetzugang, Sicherung der Daten, funktionierender Drucker usw.) leichter überwunden.

Voraussetzungen dafür sind unter anderem ein Raum mit Rechnern und Internetzugang, Tischen und Stühlen für Gruppengespräche und Einzelarbeit. Um ungestört Telefonate zu führen zu können, ist ein zusätzlicher Raum erforderlich. Fahrten zu Bewerbungsgesprächen sind natürlich mit dem Bildungsträger und dem Jobcenter/ der Arbeitsagentur abzusprechen.

Das sollten Sie bei einem Live-Training beachten:

  • Motivieren und ermutigen Sie die Teilnehmer.
  • Fehler machen und ausprobieren ist erlaubt!
  • Reflektieren Sie gemeinsam nach Niederlagen/Absagen: Was können wir noch anders/besser machen? Wie ist die Reaktion des Arbeitgebers zu verstehen?
  • Und dann weiter mit dem nächsten Versuch!

Weitere Artikel zu diesem Thema:
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